Tagesstätte, Wohnen, Gewerbe

Kamp-Lintfort..  Immer mehr Kirchen werden geschlossen und Gemeinden zusammengelegt. Das „Kirchensterben“ ist ja an sich nichts Neues, was aber geschieht mit den leerstehenden Gebäuden? In Kamp-Lintfort steht das neuapostolische Gemeindehaus auf der Schulstraße seit 2008 leer. Eine andere Kirche benutzte das Gebäude für zwei Jahre zwar als Übergangslösung, seit 2010 aber steht es zum Verkauf.

„Im Prinzip kann jeder das Gebäude kaufen, aber bei einer kirchlichen Einrichtung wird schon mehr darauf geachtet, was damit geschieht. Schließlich hängen viele Emotionen der Gemeindemitglieder damit zusammen“, erklärt Frank Schuldt, Pressesprecher der Neuapostolischen Kirche NRW. Zunächst werde versucht, einen kirchlichen Nachnutzer zu finden. Aber auch soziale Einrichtungen, wie Kindertagesstätten funktionieren oft gut in solchen Gebäuden, berichtet Frank Schuldt weiter. Es bestehe aber auch die Möglichkeit einer privaten Nutzung als Wohnhaus oder sogar Gewerbeimmobilie. Dazu müsse allerdings erst eine Umnutzung von der Stadt genehmigt werden. Man habe auch schon oft erlebt, dass Privatleute ein solches Gebäude kaufen und es dann ganz individuell umbauen. Das sei allerdings sehr speziell.

Horst Krause von der NAK Immobilien GmbH lässt aber auch durchklingen, dass theoretisch auch ein Abriss der Kirche möglich sei. Das Gebäude stehe nicht unter Denkmalschutz und der Käufer könne theoretisch das Grundstück nutzen wie er wolle, natürlich nach Absprache mit der Stadt Kamp-Lintfort.

Wenn jemand tatsächlich Interesse an dem Gebäude anmeldet, wird er zur Erstbesichtigung von einem Anwohner der Schulstraße, der über den Schlüssel verfügt, in die Kirche gelassen. Detailfragen müsste der Interessent allerdings mit Horst Krause klären.

Es gäbe auch die Möglichkeit die Immobilie zunächst zu mieten und sich das Vorkaufsrecht dafür zu reservieren. Bis dann alle Formalitäten geklärt sind und der neue Besitzer das Gebäude beziehen kann, kann es mal ganz schnell gehen, mal aber recht lange dauern, erklärt Horst Krause. Im Idealfall geschieht das innerhalb von vier bis sechs Wochen. Interesse an der Immobilie sei vorhanden, jedoch führe man zunächst lockere Gespräche.

 
 

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