Spannender Ausklang zum Weltvorlesetag

Jasmin Ohneszeit

Kamp-Lintfort.  Ein spannender Ausklang des Vorlesetags war am Freitagabend die Lesung von Horst Eckert in der Stadtbibliothek. Sein neuster Politthriller ist angelehnt an den NSU-Fall, der seit 2011 immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Seit 13 Jahren gibt es den bundesweiten Vorlesetag und genauso lange beteiligt sich der Verein an der Aktion. „Die Teilnahme am Vorlesetag ist jedes Jahr wieder eine tolle Möglichkeit, um zu zeigen wie schön und wichtig das Lesen ist“, erklärte René Schneider, der auch Vorsitzender des Vereins ist.

Horst Eckert stellt in seinem Buch „Wolfsspinne“ die offizielle Version des NSU-Falls in Frage. Für ihn steht fest: „Der Fall ist keine Serie von Pannen, sondern Vertuschung. Warum ermittelt man denn nicht weiter, das frage ich mich.“ Bevor es losging erklärte der Autor seinem Publikum die Entstehungsgeschichte des Buches.

Eineinhalb Jahre schrieb Eckert an seinem Krimi. Stoff zum Schreiben war zwar da, jedoch fehlte dem Autor der Zugang zu dem brisanten Thema. „Das Material stapelte sich schon in der Schublade aber ich schob es immer vor mich her und schrieb erst einmal zwei andere Bücher“, so der 57-jährige. Dass er ein Buch über den, vor fünf Jahren bekannt gewordnen Fall schreiben möchte, stand schnell fest. „Das Thema hat mich bewegt. Ich wollte wissen was genau hinter der Monstrosität dieser Verbrechensszene steckt“, so der Autor.

Rund 30 Besucher kamen am Freitag zu der Lesung.