Reiner Michalke: „Eine sympathische Lösung“

Moers.  In einer Pressemitteilung äußert sich der ehemalige künstlerische Leiter des Moers Festivals, Reiner Michalke „auf Grund verschiedener Nachfragen“ schriftlich in einer E-Mail zur Berufung Tim Isforts als seinen Nachfolger. Darin heißt es: „Die Berufung Tim Isforts zum neuen künstlerischen Leiter ist für Moers eine sympathische Lösung. Es ist wahrscheinlich auch kein Zufall, dass er beim vergangenen Festival zweimal prominent vertreten war. Als Moerser kennt er die Gegebenheiten vor Ort und konnte in der Nachbarstadt Duisburg bereits einschlägige Erfahrungen mit kommunaler Kulturpolitik machen. Er wird also hoffentlich klug genug sein zu wissen, auf was er sich einlässt. Schließlich bestehen die Gründe, die mich im Sommer zum Rücktritt von der künstlerischen Leitung bewogen haben, weiterhin.“

Liebloser Umgang mit dem Festival

Einen Tritt Richtung Stadt kann sich Michalke in seinem „Kommentar“, wie er es in der Betreffzeile nennt, nicht verkneifen, nachdem er an der Moerser „kommunalen Kulturpolitik“ ja zuletzt schier verzweifelt ist: „Allein schon der Umstand, wie lange es bis zur Neubesetzung gedauert hat, zeigt einmal mehr, wie verfahren die Lage in Moers ist und wie lieblos der Umgang mit dem Festival ist. Jetzt aber hat Tim Isfort das Anrecht, seine Arbeit störungsfrei aufzunehmen. Er hat die Chance verdient, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Ich musste mir das Vertrauen unserer Partner auch erst erarbeiten: 2006, bei meinem ersten Festival, waren weder die Kunststiftung NRW, noch das Land, der Bund, der WDR oder ARTE beteiligt.“

Michalke war nach Streit um die Finanzen von seinem Vertrag zurückgetreten.

 
 

EURE FAVORITEN