Projekt „Plan Gesundheit“ sucht Betriebe

Am Niederrhein.. Langsam breitet sich die Erkenntnis in den Köpfen der Arbeitgeber aus: Mitarbeiter fit und gesund zu erhalten, kann viel Geld sparen. Das wissen auch die Rentenversicherung Rheinland und die „BKK pronova“. Sie holten jetzt für das Vorbeugungsprogramm „Plan Gesundheit“ als erstes das Unternehmen Bayer Chemparks mit seinen verschiedenen Standorten ins Boot. Doch künftig sollen sich noch mehr Firmen und Beschäftigte beteiligen.

60 Beschäftigte
machen schon mit

Seit Jahresbeginn sind rund 60 Chempark-Mitarbeiter aktiv bei der Sache. Fünf Jahre läuft das Projekt. In dieser Zeit werden die Teilnehmer geschult und fachkundig begleitet unter anderem von Mitarbeitern der Moerser Firma Eschler, ambulante Reha, sowie von zwei Präventionsmanagern, Claudia von Lienen und Rüdiger Schüller.

Ziel: „Sie sollen ihr Leben gesundheitsorientiert ändern, Bewegungserfahrungen machen und Selbstvertrauen gewinnen“, schildert Anke Mayer von der Firma Eschler. Dazu vermittele man Grundlagenwissen.

Die beiden Manager betreuen die Probanden darüber hinaus phasenweise über die gesamten fünf Jahre. Dabei kommt es nicht nur auf den Sport und die Bewegung an: „Wir führen Gespräche, fahren aber auch zum Bowlen, gehen essen und unternehmen Dinge, die das Gemeinschaftsgefühl stärken“, so von Lienen. Man halte engen Kontakt. „Das geht bis hin zu familiären Dingen, über die sich die Teilnehmer aussprechen.“

Ganz wichtig sei es, den Sport und das gezielte Training in den Alltag zu integrieren. Und zwar nach individuellen Neigungen. „Eine Gruppe liebt das Radfahren, eine andere geht ins Fitnessstudio und die dritte geht zum Schwimmen.“ Ernährung sei ein wichtiges Thema. Damit zusammen hängen auch Themen wie Stress- und Problembewältigung. „Wir bieten eine engmaschige Betreuung am Telefon, was auch ein Stück weit Lebenshilfe bedeuten kann.“ Erfreulich sei, dass sehr viele der Teilnehmer ihr Leben umgekrempelt hätten.

Arbeitsplätze gesund
gestalten

Das Projekt „Plan Gesundheit“ soll 2012 in die Fläche gehen: „Wir wollen weitere Firmen gewinnen. Ziel ist es aber auch, ihnen zu helfen, Arbeitsplätze unter gesundheitlichen Aspekten zu gestalten. Das gilt auch für die Psyche der Mitarbeiter“, schildert Ulrich Theißen von der Rentenversicherung Rheinland.

Die Kosten für das Projekt teilen sich Krankenkasse, Betriebe und Rentenversicherung. Sie belaufen sich über fünf Jahren auf einen vierstelligen Betrag für einen Teilnehmer..

 
 

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