Polizei sucht nach Überfall auf Moerser Juwelier dritten Täter

Im Dezember erschoss der Juwelier einen Räuber in Moers.
Im Dezember erschoss der Juwelier einen Räuber in Moers.
Foto: Markus Joosten/Archiv
Nach dem Überfall auf einen Juwelier in Moers-Repelen sucht die Polizei jetzt nach einem dritten Täter. Der getötete Räuber starb an Herzdurchschuss.

Moers.. Zwei Wochen nach dem Überfall auf das „Schmuckkästchen“ in Repelen, bei dem der Inhaber einen der beiden maskierten Angreifer erschoss, ist das Juweliergeschäft an der Lintforter Straße seit Montag wieder geöffnet. Am Dienstag überraschten Polizei und Staatsanwaltschaft nun mit der Erklärung, dass jetzt nach einem noch unbekannten dritten Täter gefahndet wird.

Im Zuge der Ermittlungen haben sich Hinweise ergeben, dass es neben dem flüchtigen zweiten Täter einen weiteren gab, der draußen Schmiere gestanden hat. Außerdem glauben die Ermittler, dass die Räuber mit einem Auto nach Moers gekommen und damit auch wieder geflüchtet sind. Die Polizei sucht daher Zeugen, die entweder Verdächtige in der Nähe des Geschäftes gesehen haben oder denen rund um die Lintforter Straße in Repelen am Morgen des 22. Dezember gegen 7 Uhr ein mit hohem Tempo oder quietschenden Reifen wegfahrendes Auto aufgefallen ist.

Juwelierräuber wurde durch Herzdurchschuss getötet

Die Obduktion des getöteten 37-Jährigen hat indes als Todesursache einen Herzdurchschuss festgestellt. Weitere Details will die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bekanntgeben, da die Untersuchungen der Ballistiker und Gerichtsmediziner noch nicht abgeschlossen sind. Wie viele Schüsse auf den Mann abgefeuert wurden und wo die Kugeln in den Körper des 37-Jährigen eingedrungen sind, werde noch untersucht. Die Ergebnisse könnten bei der Bewertung, ob es sich um Notwehr handelte, von entscheidender Bedeutung sein.

Die Eintrittswunden alleine ließen aber keinen Rückschluss auf die Frage, ob sich Juwelier und Räuber von Angesicht zu Angesicht gegenüber standen oder ob der Räuber sich bereits zur Flucht abgewendet hatte, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage: "Menschen sind keine Zielscheiben. Sie bewegen sich, drehen sich weg, können von einem Schuss herumgewirbelt werden.". Deshalb müssten erst alle technischen Untersuchungen abgeschlossen sein, ehe Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details bekannt geben würden.

Krefelder war Polizei bekannt

Auch bei der Frage nach der Identität des 37-jährigen getöteten Juwelierräubers hält sich die Staatsanwaltschaft sehr bedeckt. "Er wohnte in Krefeld und es liegen polizeiliche Erkenntnisse gegen ihn vor", heißt es kurz und knapp in einer Mitteilung. Aus welchem Grund er der Polizei bereits bekannt war, beantworten die Ermittler nicht.

 
 

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