Polizei erschießt Mann

Moers..  Schießerei in der Nähe des Bahnhofs: Am Montagabend wurde an einem Spielplatz im Bereich Brunostraße und Vinzenzstraße ein Mann von Polizeibeamten erschossen. Er soll die Beamten zuvor mit einem Messer angegriffen haben. Eine Mordkommission der Duisburger Kripo ermittelt.

Nach Unfall alarmiert

Wie Ramon van der Maat, Pressesprecher der Duisburger Polizei, am späten Abend auf NRZ-Anfrage mitteilte, soll sich Folgendes abgespielt haben: Die Polizei wurde nach einem Unfall alarmiert, den ein Fahrradfahrer in der Nähe des Bahnhofs verursacht haben und danach geflüchtet sein soll. Im Zuge der Fahndung kamen die Beamten an den Spielplatz, wo ein Mann eine andere Person mit einem Messer bedrohte.

Der Mann mit dem Messer griff die Polizeibeamten dann im Bereich Vinzenzstraße an, die daraufhin in Notwehr von der Schusswaffe Gebrauch machten. Nach der Schussabgabe gelang es noch, den Schwerstverletzten zu reanimieren, der jedoch später im Krankenhaus verstarb.

Weitere Informationen, so van der Maat, könne man erst geben, wenn die Mordkommission die ersten Ermittlungen abgeschlossen habe. „Fakt ist: Die Kollegen haben auf einen Mann geschossen“, so der Pressesprecher der Duisburger Polizei. Wie aus dem Umfeld des Tatortes zu hören war, soll der Getötete aus dem Obdachlosenmilieu stammen.

Bereits kurz nach dem Geschehen riegelte die Polizei gegen 21.15 Uhr das Gelände um den Moerser Bahnhof weiträumig ab. Polizeiwagen blockierten die Zufahrt von der Kreuzung Klever Straße/Homberger Straße bis zur Bahnunterführung. Der Bahnhofsvorplatz wurde mit rot-weißem Flatterband markiert. Auf der Homberger Straße verfolgten etwa 40 Passanten das Geschehen. Eine Polizeisprecherin vor Ort wies darauf hin, dass Informationen zum Tathergang nur über die Duisburger Polizei zu erfahren seien.

Bereits vor Jahren gab es einen ähnlich gelagerten Fall in Rheinberg. Von Nachbarn nachts alarmierte Polizeibeamte wurden im Zuge des Einsatzes unvermittelt von einem Mann mit einem Messer angegriffen.

Die Beamten griffen zur Waffe und trafen den Angreifer tödlich - nach langen und intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, in deren Verlauf auch einen Tatortrekonstruktion vorgenommen wurde, stand das Ergebnis fest: Es war Notwehr.

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