Ohne Strümpf’ und ohne Schuh'

In Moers-Repelen wurde der Barfußpfad im Jungbornpark eröffnet. Lea läuft über die Kiesel. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
In Moers-Repelen wurde der Barfußpfad im Jungbornpark eröffnet. Lea läuft über die Kiesel. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Moers..  Bei bestem sommerlichen Wetter wurde am Samstag der Startschuss zur Kursaison in Repelen gegeben.

Dabei war der im letzten Jahr eröffnete Barfußpfad eindeutig der Höhepunkt für die Besucher. Die Ersten betraten ihn schon während der Eröffnungsrede, um mit nackten Füßen über Stein, Holz, Glasscherben, Sand und schließlich auch durch die Becken mit Wasser und Lehm zu stapfen. Dabei waren vor allem die Kinder kaum noch aus dem Lehmbecken zu bekommen, wo sie durch den nassen Lehm liefen, diesen antrocknen lassen sollten und nach einiger Zeit abspülen sollten. Da es aber viel mehr Spaß machte, den Matsch um die Füße zu spüren, gingen sie oft mehrere Runden oder mussten erst von ihren Eltern zum Verlassen des Beckens überredet werden.

1000 Besucher
im letzten Jahr

Seit seiner Eröffnung hat der Barfußpfad schon viele Besucher gesehen. „Es sind im letzten Jahr rund 1000 Leute darüber gegangen“ erklärte Christa Wittfeld, die Leiterin des Felke-Museums. Dies ist eine Station im durch die Arbeitsgruppe Jungbornpark wiederbelebten Kurbereich, der noch immer auf seinen Gründer Pastor Emanuel Felke zurückgeht. Dieser gründete ihn vor über 100 Jahren. Die Ideen von damals greifen heute noch, da ist sich Christa Wittfeld sicher. Licht, Luft, Wasser und Erde wurden in den Pfad mit eingebunden und müssen natürlich ohne Schuhe erlebt werden. „Vor 100 Jahren war es üblich, barfuß zu gehen.“

Im Sandbereich des Weges ging währenddessen Joachim Scharenberg auf und ab. Der Moerser schaut ab und an beim Barfußpfad vorbei, um auszuspannen. „Ich finde das Lehmbecken sehr toll“ sagte er und ergänzte „ das glitschige Gefühl erinnert mich immer an meine Kindheit.“

Begeistert von dem Lehmbecken ist auch die 10-jährige Kristina Gronin. „Sie will gar nicht mehr raus“ sagte ihre Mutter Lilia und lachte. Sie selbst hatte einen kleinen Unfall im Wasserbecken, obwohl sie sich vorher die Hose bis zu den Knien hochgekrempelt hatte. „Ich bin einfach zu klein“ sagte sie und zeigte auf die Beinkleider. „Alles nass.“ Die gute Laune verdarb ihr das aber offenbar nicht. Schließlich wurde bei dem warmen und sonnigen Wetter auch alles wieder schnell trocken.

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