Neukirchen-Vluyn: Unternehmen des Jahres gekürt

Michael Darda (Mittelstandsvereinigung), Gisela van der Ende, Adrianus van der Ende, Jörn van der Ende (v.l.)
Michael Darda (Mittelstandsvereinigung), Gisela van der Ende, Adrianus van der Ende, Jörn van der Ende (v.l.)
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung zeichnete die Neukirchen-Vluyner Firma Systembad van der Ende aus

Neukirchen-Vluyn..  Ein Meilenstein ganz am Anfang der Firmengeschichte von Systembad van der Ende eignet sich heute als lustige Anekdote: In einer Scheune hinter der Friedenseiche hatten Adrianus van der Ende und sein damaliger Kompagnon Paul Macherey einst 17 Badewannen abgeladen, die sie bei Kunden einbauen wollten – ohne Fliesen zu beschädigen, so die Unternehmensidee. Damals dachten sie bei sich: „Wie sollen wir das nur schaffen?“ Über drei Jahrzehnte später hat die Firma ein Vielfaches an Badewannen eingebaut. „Bei Hunderttausend haben wir aufgehört zu zählen,“ scherzt Jörn van der Ende, Sohn und heutiger Geschäftsführer des Unternehmens.

Unternehmen des Jahres

Der „Junior“ ist frischgebackenes Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Neukirchen-Vluyn, die am 27. April 1956 gegründet wurde. Den 60. Geburtstag feierte die Vereinigung in den Räumlichkeiten von Systembad nicht ohne Grund. Vorstand Michael Darda zeichnete den Familienbetrieb als „Unternehmen des Jahres“ aus – mit guten Gründen:

Systembad stehe für Innovation. So habe man das Konzept vom Wannenausbau ohne Fliesenschäden kontinuierlich weiter entwickelt. „Das ist wichtig, denn Stillstand bedeutet Rückstand,“ betont Darda. Außerdem habe die Firma weitere Standbeine entwickelt. Mit Badewannen begonnen, bieten sie heute Komplettsanierungen und Lösungen für Bäder an. Als dritten Grund hob Michael Darda den reibungslosen Generationenwechsel in der Firma hervor. Dass der nicht immer gelinge, weiß auch Jörn van der Ende. Seine Eltern und er hätten zwar kein Geheimrezept, wie es klappen kann, aber der Junior sieht einen klaren Vorteil in der Tatsache, dass es ihm stets freigestellt worden sei, ob er übernehme. Seit 1997 arbeitet der studierte Betriebswirt und gelernte Handwerker im elterlichen Unternehmen.

Badezimmer werden wohnlich

Der eigentliche Firmensitz war einmal in Mülheim an der Ruhr. In Neukirchen-Vluyn sollte nur ein Lager entstehen. „Und dann,“ erklärt Jörn van der Ende, „wurde aus dem Lager hinter dem Kreisverkehr in einer kleinen Sackgasse nach und nach der Ausstellungsraum, den wir hier heute haben.“ Kunden können digital ihre Bäder planen lassen, von einem der rund 50 Mitarbeitenden, die der Betrieb heute beschäftigt. Und das ist auch wichtig, denn Badezimmer „werden immer wohnlicher,“ erklärt der Fachmann den Besuchern.

Fliesen, Fugen und pragmatische Objekte – das war einmal. Moderne Badezimmer haben abgehängte Decken, Bilder an den Wänden oder gar Fernseher, Radio oder einen Kamin. „Eine Plattentechnik hat die moosgrünen Fliesen abgelöst,“ sagt er und: „Vinyl zieht in die Badezimmer ein.“

Die neuen Trends von dem Unternehmen des Jahres in Neukirchen –Vluyn finden Absatz. Das wird nicht nur daran deutlich, dass man seit den 17 Wannen hinter der Friedenseiche mit dem Zählen der erfolgreich eingebauten Wannen aufgehört hat. Systembad verkauft seine Badezimmer in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

 
 

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