Neukirchen-Vluyn: Eindrucksvolle Kulisse auf Niederberg

Foto: www.Lichtwechsel.Ruhr
Lichtwechsel.Ruhr hat auf Niederberg für leuchtende Momente gesorgt.

Neukirchen-Vluyn..  War das ein gigantischer Anblick am Freitagabend. Mit diesem Spektakel haben Wolfgang Schubert und Rolf Arno Specht nahezu ganz Neukirchen-Vluyn ebenso überrascht wie begeistert. Zwischen 17 Uhr und zwei Uhr nachts waren die Fördertürme auf Niederberg plötzlich illuminiert. Ein schönes Kunstwerk der beiden Herren, die unter dem Namen Lichtwechsel.Ruhr seit etwa anderthalb Jahren derartige Beleuchtungen vollbringen.

Die Kommentare und die Likes (Gefällt mir-Angaben) in den sozialen Netzwerken überschlugen sich geradezu. „Schön“ und „das sollte immer so sein“ oder „eine tolle Aktion“ – da war sich die Netzgemeinde einig. Und auch für die Hobbyfotografen in der Stadt war die Aktion eine gute Gelegenheit, um eindrucksvolle Bilder zu machen. Einige der Fotos haben auch die Redaktion erreicht.

„Wir machen das aus Leidenschaft“, erzählt Rolf Arno Specht. „Damit wollen wir kein Geld verdienen.“ Den Förderturm von Schacht 2 haben die beiden mit einem zarten Grün umhüllt. „Das filigrane Strebenwerk nimmt die Farbe Grün gut auf“, erklärt Specht dazu. Den anderen Turm, der viel Fläche hat, hat Lichtwechsel.Ruhr in Lila bestrahlt. „Weil das auch die Erneuerung steht“, fügt Mediendesigner Specht hinzu.

Die beiden Männer arbeiten mit Akku betriebenen LED-Leuchten. „Stromunabhängig“, sagt der Mediendesigner. Klingt einleuchtend, schließlich ist nicht auf jedem stillgelegten Gelände Strom zu bekommen. Etwa ein halbes bis ein dreiviertel Jahr benötigen Schubert und Specht für die Vorbereitungen, Genehmigungen und Gespräche mit den Eigentümern.

Die RAG MI begrüßt die leuchtende Aktion. Und auch beim Stadtmarketing im Rathaus ist man froh gestimmt darüber. „Man muss gucken, dass man die Elemente in ein Gesamtbild einbindet“, sagt Frank Grusen vom Stadtmarketing. Der Marketing-Fachmann ist durchaus bekannt dafür, dass er solche Beleuchtungskunstwerke im Rahmen von Veranstaltungen gerne hervorhebt.

Ob die Illumination womöglich eine dauerhafte Einrichtung werden könnte? Da gibt sich Grusen allerdings noch ein wenig bedeckt. Langfristige Zusagen gibt er nicht. „Bis Ende 2017 hat die Enni die vertraglich zugesicherte Nutzung für das Blockheizkraftwerk im Maschinenhaus“, sagt Grusen. Danach könne man sich mit der Fläche beschäftigen.

Und auch bei der RAG MI gibt man sich verhalten. Über dauerhafte Beleuchtungen könne man noch nichts sagen, heißt es. Die Fördertürme seien Teil eines Ensembles, dessen Zukunft noch nicht feststehe, führte ein Sprecher weiter aus.

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