Neues Sozialkaufhaus will Montag öffnen

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Gute Nachrichten für Bedürftige und Leistungsempfänger in Moers und Umgebung: Es gibt Ersatz für das Sozialkaufhaus Tu Was der insolventen Neuen Arbeit Niederrhein (NAN). Und zwar eine neue Genossenschaft, die ebenfalls unter dem Namen Tu Was firmiert und gegründet wurde von Mitgliedern und Kennern des ehemaligen NAN-Teams. Kurz: Das bewährte Angebot guter gebrauchter Möbel für einen sozialen Preis bleibt erhalten, am Montag soll’s losgehen, verriet Frank Heintel, zusammen mit Diakonie-Chef Rainer Tyrakowski-Freese Geschäftsführer der Genossenschaft, der NRZ. Und pünktlich zum Start gab’s gestern im Hauptausschuss das ersehnte Votum. Anstelle der NAN erhält künftig die Genossenschaft 10 000 Euro jährlich an Unterstützung. Geld, das dringend benötigt wird.

Tu Was ist über Jahre zu einem beliebten und wichtigen Anlaufpunkt für Geringverdiener und Hartz-IV-ler geworden, die Genossenschaft will ihr gleichnamiges Angebot mit ganz ähnlichem Charakter auch schnellstmöglich etablieren. Und dabei langsam anfangen. „Unser Portfolio ist derzeit noch sehr überschaubar“, erklärt Heintel und verweist darauf, dass ja auch die derzeit genutzten Räumlichkeiten in der Ex-Mattheck-Sparkasse nur eine Übergangslösung sind. Bald soll dort das Spielhaus „Seestern“ einziehen. Ein Möbelfahrzeug, geschweige denn einen Lkw gibt es auch noch nicht, um Ware in spendewilligen Haushalten abzuholen. Heintel: „Wichtig ist, dass wir erst mal starten.“

Im Dezember wird Tu Was, vorerst also an der Leipziger Straße, montags und freitags öffnen, von 10 bis 18 Uhr, ab Januar dann an allen Wochentagen. Künftig soll auch wieder gewährleistet werden, dass Fachleute herausfahren, Waren wie Schränke, Betten oder Elektrogeräte prüfen und dann auch gleich mitnehmen. „Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf die Versorgung von HartzIV-Beziehern mit Berechtigungsschein und die Aufträge des Vereins Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut!“

Natürlich sind aber auch Privatkunden gern gesehen. Wer Sachen spenden möchte, ein günstiges Möbelfahrzeug oder gar Lager- und Verkaufsflächen im Angebot hat, kann sich gern ab sofort bei Frank Heintel melden unter 01573/7283263.

 
 

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