Neuer „Förderturm“ in Neukirchen-Vluyn

Reiner Bohres, Hartmut Wächter, Karl-Heinz Florenz und auf der rechten Seite: Ralf Lingrün, Lutz Kindt, Joachim Bürger.
Reiner Bohres, Hartmut Wächter, Karl-Heinz Florenz und auf der rechten Seite: Ralf Lingrün, Lutz Kindt, Joachim Bürger.
Foto: Ulla Michels
  • Die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn ist stolz auf das Kunstmonument „Förderturm“
  • Die Skulptur gehörte zum Fundus der ehemaligen Krupp-Stahlwerke in Rheinhausen
  • Der „Förderturm steht an einem Ort, der verbindet

Neukirchen-Vluyn.  Passend zur feierlichen Übergabe erstrahlte die Skulptur am Montag im Herbstlicht auf dem Mühlenareal in der Dong: Fast fünf Meter ist sie groß, setzt sich zusammen aus Rohren und Stangen verschiedener Größen, die aus Edelstahl gefertigt wurden. Als Dauerleihgabe anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens hat die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn das Kunstmonument „Förderturm“ vom gemeinnützigen Verein Socialclub Duisburg-Rheinhausen bekommen.

Eine Anerkennung des Vereins, der von Reiner Bohres und Hartmut Wächter vertreten wurde: „Bei uns ist es nicht zur Geltung gekommen“, sagt Wächter, der gebürtig aus Neukirchen-Vluyn kommt und sich selbst als „altes Bergmannskind“ bezeichnet. Der „Förderturm“ gehörte einst zum Fundus der ehemaligen Krupp-Stahlwerke in Rheinhausen. Wer der Künstler ist, ist unbekannt. Als das Kruppwerk nach China zog, konnte der Socialclub verhindern, dass auch das Kunstmonument nach Fernost verschifft wurde.

Für die Dauerleihgabe bedankte sich Ralf Lingrün. Der Vorstands-Vorsitzende der Bürgerstiftung brachte deren Gründung 2006 mit auf den Weg. „Das eine ist die Idee und das andere ist, was die Menschen daraus machen“, sagte er am Montag. Der Initiator nennt sie eine „Stiftung von Bürgern für Bürger“. Lingrün betonte die doppelsinnige Bedeutung der Skulptur. Einerseits steht sie für den ehemaligen Kohlestandort Neukirchen-Vluyn, andererseits für die Sammelleidenschaft der Stiftung: „Sammeln wir gut, können wir gut fördern“, sagte Lingrün.

Es gehe auch darum zu erkennen, wo das eingesammelte Geld hingegeben werden müsse, sagte Karl-Heinz Florenz, Europaabgeordneter und ebenfalls Stiftungsmitglied, über die Bürgerstiftung. Auch er stellte die Symbolik der überreichten Skulptur für die Region heraus: „Der Förderturm war immer Leuchtturm der Region. Wenn es den Bergleuten gut ging, ging es auch den Landwirten gut.“

Die Skulptur steht nun an einem Ort, der das verbindet: in einem Dreieck zwischen Mühle und Halde – markiert durch das Hallenhaus, das 2006 errichtet wurde – um den Strukturwandel zu verdeutlichen. Zudem wurde der Standort ausgewählt, weil die Bürgerstiftung seit Gründung ihren Sitz auf dem Mühlenareal, dem privaten Gelände von Gründungsstifter Dr. Joachim H. Bürger, hat. Der spricht von einer „wilden Aktion“, die rund 400 Kilogramm schwere Skulptur dort zu platzieren.

Fahrradfahrer und Spaziergänger können den „Förderturm“ nahe der Mühle entdecken. Die Skulptur erhielt den Schriftzug „Wir fördern das Gute“. In diesem Sinne will die Bürgerstiftung ihre Arbeit fortsetzen.

 
 

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