Musikalische Leckerbissen

Die Cantare-Gruppen freuten sich über das Jubiläum ihres Chorleiters. Foto: Gerd Hermann
Die Cantare-Gruppen freuten sich über das Jubiläum ihres Chorleiters. Foto: Gerd Hermann
Foto: WAZ FotoPool

Moers. Ein Chor oder eine Singgemeinschaft sind in der Regel die Sänger und ein Chorleiter. Das gilt aber nicht für Cantare aus Repelen. In diesem „Chor“ sind vier eigenständige Gruppen aktiv – und alle werden seit nunmehr 30 Jahren von einem Chorleiter dirigiert.

Es ist Hermann-Josef Roosen, der im Jahre 1982 als junger Kirchen-Musiker aus Krefeld ins verträumte Repelen kam und hier unter anderem den Frauenchor Repelen von 1965 übernahm. Dieser damals noch ganz „normale“ Chor entwickelte sich nicht zuletzt durch den Einfluss von Roosen zu der Musik-Institution „Cantare“, die ihresgleichen sucht. Es entstanden die Musical-Collection, die New Generation, das Collegium Vocale und Da Capo. Alles eigenständige Gesangsgruppen, die auf spezielle Musikrichtungen orientiert sind.

Das Jubiläumskonzert am Sonntag fand dort statt, wo alles einmal begann: in der Dorfkirche von Repelen. Vor fast ausverkauftem Haus begannen die Feierlichkeiten mit dem Auftritt der Gruppe Da Capo, den „Seniorinnen“, wie es im Programm stand. Mit volkstümlichen Melodien eröffneten sie den Abend, natürlich in gewohnt sicherer und präziser Art. Hermann Otto, Präsident des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen, war angereist, um seinem langjährigen Freund Hermann-Josef Roosen seine Aufwartung zu machen.

Verdienstplakettein Gold

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Musikausschuss des Verbandes und für 30 Jahre als Chorleiter in Repelen überreichte er dem Jubilar die Verdienstplakette des Chorverbandes in Gold, eine der höchsten Auszeichnungen, die zu vergeben ist. Als Dank sang „Solist“ Hermann-Josef Roosen ihm dessen Lieblingssong „Ring of Fire“ von Johnny Cash. Einen weiteren Freund hatte Cantare zu diesem Konzert eingeladen: Boysie White, einen Sänger aus New York, der in vielen Musicals, unter anderem auf dem Broadway , und auch als „Neu-Kölner“ in mehreren TV-Produktionen mitwirkte.

Songs von Bolton oder Barry White durchhallten die festlich illuminierte Kirche, und das Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen. Zum Steve Wonder-Song „I Just Called To Say I love You“, stand Hermann-Josef Roosen mit Tränchen in den Augen ergriffen im Seitenflügel unter einem bebenden Kirchendach. Aber es wurde auch Chormusik gemacht. In fantasievollen Kleidern boten alle Cantare-Teams einen musikalischen Leckerbissen nach dem anderen.

Mit Antonia und Carolin Weyers sowie Marlene Wirtz gratulierten ihm drei junge Solistinnen der „New Generation“ mit Songs aus den Musicals Mozart und Fame, bevor die „Musical Collection“ in der Kleidung der französischen Revolution mit Melodien aus „Les Miserables“ schließlich den festlichen Abend in der Dorfkirche abschlossen.

 
 

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