Moers teilt sich ein Auto

Eins für alle: Das erste Auto ist da
Eins für alle: Das erste Auto ist da
Foto: WAZ FotoPool

Moers.  Moers zeigt sich einmal mehr als moderne Großstadt: Das Carsharing-Konzept kennt man bislang aus umliegenden Städten wie Essen, Düsseldorf oder Köln. Dort nutzen Kunden das Angebot seit Jahren. Auf Initiative von Rainer Tyrakowski-Freese, Leiter des Diakonischen Werks Moers, hat die Firma Stadtmobil Rhein-Ruhr eines ihrer Autos nach Moers an die Gabelsberger Straße gestellt, weitere Fahrzeuge sollen folgen. Den heute schon bereitstehenden Opel Corsa können sich registrierte Kunden nun „teilen“.

Carsharing sei heutzutage eine interessante Alternative zum eigenen Pkw, erklärt Matthias Kall, Geschäftsführer der Firma Stadtmobil Rhein-Ruhr: „Die Vorteile unserer Kunden liegen darin, dass sie nur für das Auto zahlen, wenn sie es auch fahren und nicht für die Wartung des Wagens, TÜV oder Versicherung zuständig sind. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.“ Der Wert eines Autos liege heute nicht mehr nur darin, es zu besitzen, sondern es nutzen zu können, argumentiert er.

Eine moderne Großstadt wie Moers

Michael Birr, Geschäftsführer von Moers Marketing, zeigt sich erfreut über das neue Angebot: „Für eine moderne Großstadt wie Moers ist es wichtig, moderne Verkehrskonzepte wie das Carsharing anbieten zu können.“ Birr kümmert sich um die Organisation vor Ort, in der Stadtinformation kann man sich für das Angebot anmelden. Einmal registrierten Kunden stehen dann deutschlandweit Autos zur Verfügung. In NRW können bisher 750 Fahrzeuge, vom Kleinwagen bis zum Transporter, in 13 Städten genutzt werden. Die Autos können ganz spontan oder auch Monate im voraus, für Urlaubsfahrten gemietet werden.

Wer mitmachen will, zahlt eine Anmeldegebühr und einen Monatsbeitrag von 20 bis 40 Euro. Abgerechnet wird bei Nutzung der Fahrzeuge nach Dauer und gefahrenen Kilometern. Laut Stadtmobil Rhein-Ruhr ist das Angebot für alle rentabel, die weniger als 12.000 Kilometer im Jahr fahren. Auch für Gudrun Tersteegen, Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats der Stadt Moers, ist das Thema Carsharing interessant: „Umweltpolitisch verfolgen wir nachhaltige Konzepte. Carsharing kann den Verkehr in Moers entlasten.“

Tyrakowski-Freese macht in diesem Zusammenhang auf den ständig überfüllten Parkplatz an der Mühlenstraße aufmerksam und sieht in dem modernen Konzept nicht nur für seine Mitarbeiter eine Möglichkeit, Dienstfahrten zu unternehmen. Es könne sich lohnen, statt eine oft stillstehenden Dienstwagenflotte zu unterhalten, Carsharing zu nutzen.

 
 

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