Moers gehört jetzt zu den Fairtrade-Städten

Moers..  Moers ist nun auch offiziell „Fairtrade“-Stadt. Bürgermeister Norbert Ballhaus nahm die Urkunde jetzt aus der Hand von Lisa Herrmann entgegen. Die Leiterin der Kampagne „Fairtrade-Towns“ bei Transfair e.V. dankte den Ehrenamtlichen, der Stadt und der Steuerungsgruppe für das Engagement.

Hörfunkmoderator und Sportreporter Manni Breuckmann führte durch den Nachmittag. Musikalisch gestaltet hat die Auszeichnung der Flamenco-Gitarrist David Albert aus Köln. Landrat Dr. Ansgar Müller sprach ein Grußwort für den derzeit einzigen Fairtrade-Kreis. Der Faire Handel sei Herzensangelegenheit und „Fairtrade-Town“ ein „wertiges“ Label. Einen tollen Beitrag lieferte das Hermann-Gmeiner-Berufskolleg mit dem Theaterstück „Fairsteckte Wahrheiten“. Die Schüler berichteten hier künstlerisch von den schlechten Arbeitsbedingungen der Menschen im Süden.

Mehrere Gemeinden

Bürgermeister Ballhaus skizzierte die fünf Kriterien, die zu erfüllen waren: 21 Geschäfte und elf gastronomische Einrichtungen bieten mindestens zwei fair gehandelte Produkte an. Ein Verein und mehrere Kirchengemeinden nutzen Produkte des Fairen Handels und machen einmal im Jahr eine Aktion dazu. Bildungseinrichtungen klären über die oft ungerechte, menschen- und umweltschädigende Produktion von Gütern des täglichen Bedarfs und die Alternative durch fairen Handel auf. Ballhaus dankte besonders Hinrich Kley-Olsen vom Neuen Evangelischen Forum Kirchenkreis Moers. Er ist dort mit den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beauftragt. In diesem Zusammenhang ist er Sprecher des Arbeitskreises Eine-Welt der Lokalen Agenda 21 im Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Moers. Er war es, der 2011 den Antrag zur „Fairtrade“-Town in die politischen Gremien einbrachte und das Projekt koordinierte. Hinrich Kley-Olsen gab den Dank weiter an die ehrenamtlich Aktiven in den Eine-Welt-Läden und Gruppen, an die Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats Gudrun Tersteegen, an Michael Birr von Moers-Marketing und an die beteiligten Geschäfte und Gaststätten.

Die Faire Metropole Ruhr, Netzwerk des Fairen Handels am Niederrhein „Fair-Rhein“ und die Internationale Kampagne „Fairtrade-Town“ bezeichnete Kley-Olsen als wesentlich für den Erfolg. Nun heiße es, weiter aktiv zu sein für Fairen Handel. Wer mitmachen möchte: Hinrich Kley-Olsen, 0 28 41 -1001 60.

 
 

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