Mit Projektaufgaben aus der Praxis lernen

Moers.  Aus alt mach neu – im Berufskolleg für Technik ging es am Dienstagabend um das, was sich automatisieren, vor allem aber modernisieren lässt. Angehende staatlich geprüfte Techniker (Elektrotechnik) präsentierten ihre Projektarbeiten – nah an der Praxis, in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region. Neue Software wurde erlernt, Teamarbeit gestärkt und Zeitmanagement trainiert.

Bedienung und Sicherheit verbessern

Rund zehn Wochen lang beschäftigten sich die Schüler aus der Weiterbildung, die sie in Teilzeit absolvieren, mit der Projektarbeit. So ging es zum Beispiel um ein Head-Up-Display für Kranführer, Pumpstationen wurden umgebaut, Prozesse von Filteranlagen visualisiert oder ein netzwerkfähiger Schaltschrank für die Stadt Moers entwickelt. „Die Firmen stehen vor kleinen Ingenieursaufgaben und lassen dann einmal die Projektgruppe daran“, erklärt Holger Lembken, Studiendirektor am Berufskolleg in Moers.

Die Zeit einzuhalten sei eine der Herausforderungen gewesen, so Christian Bauhaus, der bei der Müllverbrennung Niederrhein in Oberhausen arbeitet. Damit war er in seiner Gruppe auch der Kontaktmann zum Unternehmen, das rund 700 000 Tonnen Müll im Jahr in Strom und Fernwärme für circa 100 000 Haushalte umwandelt. Eine Schlammbehandlungsanlage wurde auf Vordermann gebracht. „Die Anlage hatte ich schon länger für das Projekt im Auge“, sagt Bauhaus. Durch die Arbeit seines Teams wurde die Bedienungsübersicht verbessert und die Anlage sicherer gestaltet und modernisiert.

So geht es um Noten aber erben auch um den praktischen Nutzen – seit mehr als zehn Jahren arbeitet das Berufskolleg für diesen Praxisbezug mit Unternehmen zusammen.

 
 

EURE FAVORITEN