Meisterhafte Musik und Meisterschaftshemd

Moers..  Die Konzerte in Berlin sind so gut wie ausverkauft, heute treten sie in Moskau auf. Doch vor ihrem gestrigen Abflug nach Russland hatten die Musiker der „Klazz Brothers & Cuba Percussion“ noch einen Auftritt in Moers. Das Autohaus Mercedes Nühlen hatte zum Benefizkonzert für das Duisburger Kinderhospiz geladen.

Das vorweihnachtlich in rote und grüne Lichter gehüllte Autohaus leitete die Gäste durch die Nacht zum Showroom, der sich in eine Konzerthalle verwandelt hatte.

Begeisterung

Die Künstler fühlten sich sehr wohl in Moers, und Solobassist Kilian Forster begeisterte in der Pause Firmenchef Dr. Hans Nühlen für eine weiteres Konzert: Klassik und Jazz - und Percussion auf einem alten Auto, dessen Blech auf der Bühne zum Instrument mutiert.

Doch so weit kam es am Samstagabend noch nicht. Die Instrumente wurden virtuos gespielt, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Duisburger Philharmoniker den Kollegen der „Klazz Brothers“ mit einem Konzertflügel aushalfen und gleich noch einen Mann zum Stimmen des Instruments abstellten.

Höflichkeit unter Kollegen: Kilian Forster war Solobassist der Dresdner Philharmonie, Pianist und Folkwang-Preisträger Bruno Böhmer Camacho studierte klassisches Klavier, Schlagzeuger Tim Hahn studierte an der Hochschule für Musik in Dresden und am Konservatorium in Rotterdam.

Diese drei Musiker brachten nun Klassik, Jazz und – mit Hilfe der begnadeten Percussionisten Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis – kubanische Klänge in einem schier phantastischen Mix auf die Bühne.

Und was die Band gemeinsam mit einem Akkordeonisten aus dem Tango machte, riss das Publikum mit.

Die „Vorgruppe“ passte zum Auftritt der jeweils zwei Mal mit dem Echo Klassik und dem Jazz Award ausgezeichneten und Grammy-nominierten „Klazz Brothers“. Der Gospelchor Duisburg unter Leitung von Joachim Kleinkorres stimmte die Zuschauer vorweihnachtlich ein, stand schließlich mit ihnen auf der Bühne. Gesangssolistin Anna-Lena Kleinkorres hatte zuvor heftigen Applaus geerntet.

Bis in die Morgenstunden wurde im Autohaus gefeiert.

Hans Nühlen zog gestern seine persönliche Bilanz: „Ich fand es unheimlich beeindruckend. So viele fröhliche Menschen, die getanzt und gelacht haben – das kannst du für Geld nicht kaufen.“

 
 

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