Mehr als nur ein Chorkonzert

Sie können singen – und noch einiges mehr: die „Witches of Pitches“.
Sie können singen – und noch einiges mehr: die „Witches of Pitches“.
Foto: WAZ FotoPool

Moers..  Wer einen Auftritt von den „Witches of Pitches“ besucht, der weiß, dass der Chor weit mehr abliefert als tollen A-cappella-Gesang. Am Samstagabend stellten die fast 50 Chorfrauen nicht nur ihr musikalisches Talent unter Beweis, sondern unterhielten ihr Publikum auch zwischen den einzelnen Stücken mit teils komödiantischen Moderationen.

Brechend voll war das Kulturzentrum Rheinkamp: Alle wollten mit den „Witches of Pitches“ auf große Fahrt gehen, denn das neue Programm „We are Sailing“ versprach eine musikalische Weltreise rund um den Globus. So ging es erst mal per Flugzeug zum Anlegeplatz der Queen Mary, untermalt – wie sollte es anders sein – durch das Lied „Über den Wolken“.

Im Anschluss startete die Reise per Schiff. Die Bühnendeko mit Liegestühlen, kleinen Tischchen mit Cocktails und dem riesengroßen Steuerrad eines Schiffes ließen keine Zweifel, dass es auch für die Zuschauer ein entspannter Abend zum Genießen und Zurücklehnen werden würde.

Durch diesen Abend führten im Wechsel vier Chordamen, mal als Bordärztin, als Mitreisende, als Stewardess und als Animateurin. Dass ihre Animateurin eher fachfremd arbeitet und vorher nach eigenen Angaben „einen Gesprächskreis mit verwaiste Eltern in einem Indoorspielplatz“ betreut hat, merkten die Zuschauer schnell, als sich die ersten von ihnen einen Ball zuwerfen mussten, um mit der Vorstellungsrunde zu beginnen. „Das ist hier ein Tanz-Sing-Kennenlernabend“, so die Begründung. Und das funktionierte tatsächlich, denn auch die Zuschauer summten und sangen ab den ersten Takten leise mit.

Im Vorfeld hatten die „Witches of Pitches“ einiges vorbereitet. Etwa 60 Lieder präsentierten sie während ihrer Show. Da gab es einiges auswendig zu lernen. Das Repertoire der Damen reichte über moderne Stücke wie „If a Song could get me you“ von der Norwegerin Marit Larson bis zu Klassikern von Aretha Franklin. Neben dem Gesang gab es außerdem kleine Choreographien. Mal schaukelten die Frauen – alle mit weißen Hosen und knallbunten T-Shirts – wie Wellen hin und her. Und als es auf dem Schiff anfing zu regnen, packten sie in bester Rihanna-Manier die Regenschirme aus und tanzten damit über die Bühne. Dazu gab es ein Medley aus Regen-Liedern wie „Singing in the Rain“ und „Raindrops keep falling on my head“ bis zu „Walking on Sunshine“ und „You are the Sunhine of my Life“ doch noch die Sonne herauskam. Und wer sich am Anfang noch die Frage gestellt hatte, wohin die Reise eigentlich gehen sollte, der wusste spätestens nach Totos Hit „Africa“, was ihn erwartete

 
 

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