Lob, das sich auszahlt

Das Soon Projekt am Gymnasium Rheinkamp wird von der Kulturstiftung der Rheinischen Sparkassen unterstützt.
Das Soon Projekt am Gymnasium Rheinkamp wird von der Kulturstiftung der Rheinischen Sparkassen unterstützt.
Foto: NRZ

Moers.. „Soon“, das Musiktheater am Gymnasium Rheinkamp, ist weit mehr als ein Schultheater. Seit 1995 hat es sich kontinuierlich weiter entwickelt und auch professionalisiert.

Einmal im Jahr stellen etwa 150 Jugendliche eine große Produktion auf die Beine. Mit allem, was dazu gehört: Bühnenbild, Technik, Kostüme, eigene Kompositionen, Orchester und Schauspiel.

Das einzigartige Projekt unterstützt nun die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland einmalig mit 10 000 Euro, die Kulturstiftung der Sparkasse legt 5 000 Euro drauf. „Das ist ein schöner Batzen Geld für uns“, freut sich der „Soon“-Leiter René Enzweiler. Er weiß auch schon, wofür ein Teil ausgegeben wird: ein neues Mischpult muss her.

Ehrenamtliches Engagement

Nicht zuletzt das „außerordentliche ehrenamtliche Engagement“ habe die Sparkassenkulturstiftung von „Soon“ überzeugt, erklärte die Vorsitzende Dorothée Coßmann. Soon sei als Blaupause für andere Schulen geeignet fand sie: „Eine tolle Sache.“

Nicht ohne Stolz berichtete Enzweiler: „Alle Sooner kommen wieder.“ Manche haben aus dem, was sie im Schulprojekt angefangen haben, ihren Beruf gemacht und helfen gern. Sei es der Fotograf Frank Schemann, Ehemaliger des Rheinkamper Gymnasiums, der ein Foto-Shooting für die aktuelle Produktion „Alice im Wunderland“ anbietet. Oder ein Tontechniker, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

Verfolger-Scheinwerfer

René Enzweiler sieht aber nicht nur die Aufführung, die am Ende eines Jahres voller Arbeit steht: „Die Jugendlichen erfahren bei uns etwas, was Schule sonst nur schwer vermitteln kann: Dass jeder wichtig ist. Wenn Karl im Mathe-Unterricht fehlt, fällt das nicht so auf. Wenn er nicht zur Probe kommt, können wir nix machen“, erklärt er. Und weil es soviel zu tun gibt, findet jeder eine Aufgabe: „Wer nicht singen oder tanzen kann, hämmert und sägt eben für die Bühne oder bedient den Verfolger-Scheinwerfer.“

Was angefangen hat als Kurs der Jahrgangsstufe 12, hat mittlerweile alle Altersgruppen erfasst und auch Schüler anderer Schulen, für die sich „Soon“ nun noch mehr öffnen will. Mit „Young Soon“ für die Klassen 5 bis 7 und dem neuen „zarten Pflänzchen Soon-Klassik“, wo jedes Instrument eingebaut werden kann, wie Fördervereinsvorsitzender Holger Baumann berichtet, deckt man am GREM nun alle Bereiche ab, die man sich für junge Kultur vorstellen kann.

 
 

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