Lenßen setzt aufs Fahrrad

Thomas Wittenschläger
Bürgermeister Harald Lenßen .
Bürgermeister Harald Lenßen .
Foto: Funke Foto Services
Amtsinhaber stellt 13 Tage vor der Bürgermeisterwahl sein „Arbeitsprogramm 2015 bis 2020“ vor. CDU lässt Broschüre an alle Haushalte in der Stadt verteilen

Neukirchen-Vluyn.  Wenn Harald Lenßen am 13. September die Wahl gewinnt und Bürgermeister bleibt, will er in den nächsten fünf Jahren Neukirchen-Vluyn fahrradfreundlicher machen.

Es gebe eine ganze Reihe von Radwegen in der Stadt, die sehr sanierungsbedürftig seien, sagte Lenßen in einem Pressegespräch im Rahmen seines Wahlkampfes. Zudem will er einen neuen Radweg an der Nieper Straße bauen. Die meisten notwendigen Grundstücke habe die Stadt erworben, jetzt gehe es noch darum, Geld vom Land zu bekommen. Allerdings sei auch ein „Bürgerradweg“ nicht ausgeschlossen, wie es in Moers-Vennikel vorgemacht wird. Im Übrigen will Lenßen den Grünen-Antrag unterstützen, wonach die Verwaltung im Bereich Vluyner Platz Verbesserungen für Radler prüfen soll.

Apropos Grüne: Harald Lenßens Fahrrad-Politik steht gar nicht in seinem offiziellen Wahlprogramm, „weil ich mich nicht dem Vorwurf aussetzen will, den Grünen das Thema zu klauen“. Aber es sei eben auch sein Ziel, Neukirchen-Vluyn für Radler attraktiver zu machen: „Ich möchte, dass die Bürger animiert werden, öfter mal das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad zu steigen.“

Acht Seiten stark ist die Broschüre, die die CDU in diesen Tagen für ihren Kandidaten an alle Haushalte der Stadt verteilen wird. Neben den Fotos von fast 140 Harald-Lenßen-Unterstützen steht darin das „Arbeitsprogramm 2015 bis 2020“ des Amtsinhabers. Dazu gehört im Kapitel „Sauberkeit – Ordnung – Sicherheit“ der Neubau einer Feuerwache in Neukirchen, wobei es nach Lenßens Einschätzung auf das Grundstück neben der bestehenden Wache an der Lindenstraße hinauslaufen wird. Darüber hinaus hat sich Lenßen vorgenommen, die Vereine zu fördern und Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen, die sich ehrenamtlich engagieren. Dazu gehören eine regelmäßige Sportler-Ehrung und die kostenlose Nutzung der Sportanlagen fürs Training. Außerdem sollen jährlich ausgewählte Ehrenamtler durch die Verleihung von Ehrenamtsnadeln gewürdigt werden.

Trotz der Kritik einiger Anwohner steht Harald Lenßen zur Ansiedlung des Edeka-Marktes in Neukirchen: „Der Supermarkt ist wichtig für die Belebung des Ortsteils und die Nahversorgung derjenigen, nicht so mobil sind.“