Klappe für „Bobby an meiner Seite“

Dreharbeiten zum Kinderfilm in Rheurdt: Steffen Schmidt (Mitte, im grauen T-Shirt) dreht den Film für ein Kurzfilmfestival.
Dreharbeiten zum Kinderfilm in Rheurdt: Steffen Schmidt (Mitte, im grauen T-Shirt) dreht den Film für ein Kurzfilmfestival.
Foto: WAZ FotoPool

Rheurdt..  Wenn Regisseur Steffen Schmidt „Action“ ruft, herrscht höchste Konzentration auf dem Schulhof der ehemaligen Hauptschule in Rheurdt, der am Wochenende als Filmset für den Kurzfilm „Bobby an meiner Seite“ diente. Der gebürtige Kamp-Lintforter Schmidt, der vor drei Jahren bereits den Kurzfilm „Meine Schwester und ich“ am Niederrhein drehte, macht im Moment eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton bei Grundy UFA in Köln. War das Filmemachen früher nur ein Hobby, will er jetzt Fuß fassen in der Kurzfilmproduktion.

Die Idee zum zweiten Projekt setzte er gemeinsam mit Drehbuchautor Andreas Hornig um. „Im Unterschied zum letzten Mal ist jetzt alles viel professioneller“, erzählt Schmidt. „Statt Laienschauspielern treten nun professionelle Jungschauspieler vor die Kamera, die Kameraausrüstung ist besser und wir haben zudem Komparsenrollen ausgeschrieben.“

Nur der Hase ist sein Freund

In „Bobby an meiner Seite“ geht es um Felix, der nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter in eine andere Stadt zieht und dort in der Schule gemobbt wird. Seine Mutter hat keine Zeit für ihn, weil sie arbeiten muss. So bleibt Felix nur sein Stoffhase Bobby, der seit seiner Geburt an seiner Seite ist, und dem er von seiner Sehnsucht nach einem richtigen Freund erzählt. Um diesen zu finden, haut Felix von zu Hause ab und begegnet auf seiner Reise Leon, mit dem er sich anfreundet. Leon zeigt ihm auch, wie er sich gegen seine Mitschüler und seine Mutter durchsetzen kann, wenn er wieder zurückkehrt. Seine Mutter hat sich große Sorgen gemacht und will nun beruflich kürzer treten.

„Als Schauplätze wollten wir alltägliche Orte wie eine Wohnsiedlung oder eben den Schulhof, damit sich die Zuschauer leicht mit dem Film identifizieren können“, so Schmidt. Auf dem Gelände der alten Hauptschule, in der jetzt ein Kindergarten ist, wird die entscheidende Schlussszene gedreht. „Felix wird erneut von seinen Mitschülern drangsaliert und erpresst, setzt sich aber zum ersten Mal zur Wehr und zeigt, was Leon ihm beigebracht hat“, schildert der Regisseur und Produzent das Geschehen. Dabei sehen die Jugendlichen richtig professionell aus und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Joel Simmler, der den Felix spielt, hat wie alle anderen Schauspieler auch Kurse belegt.

Am Ende ist es perfekt

Viel Geduld ist trotzdem erforderlich. „Meistens dauert es schon etwas, bis wir die einzelnen Szenen im Kasten haben, aber dafür ist es dann am Ende perfekt“, so Schmidt. Ziel des Kinderfilms ist es, die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen und darauf hinzuweisen, dass die Geschichte genau so passieren kann.

„Bobby an meiner Seite“ soll auf Kurzfilmfestivals gezeigt werden. „Die Finanzierung des Projekts habe hauptsächlich ich selbst gemeinsam mit einigen Sponsoren übernommen“, sagt Schmidt.

 
 

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