Kirchenkreis Moers: Alles unter einem Dach

Die Volksbank Niederrhein gehört zu den Ankermietern des Bürokomplexes. Räume im Erdgeschoss und der in der zweiten Etage, die leer stehen, sollen von den Mitarbeitern des Kirchenkreises Moers belegt werden.
Die Volksbank Niederrhein gehört zu den Ankermietern des Bürokomplexes. Räume im Erdgeschoss und der in der zweiten Etage, die leer stehen, sollen von den Mitarbeitern des Kirchenkreises Moers belegt werden.
Foto: Ulla Michels
Mitarbeiter sollen im Bürohaus an der Mühlenstraße Teile des Erdgeschosses und die zweite Etage beziehen. Zuvor muss modernisiert werden, der Bauantrag ist soeben gestellt worden. Immobilien in bester Wohnlage werden frei

Moers/Am Niederrhein..  Der Mietvertrag ist noch nicht unterschrieben, doch die entscheidenden Weichen sind gestellt: Im kommenden Jahr wird der Evangelische Kirchenkreis Moers mit seinen Mitarbeitern aller Voraussicht nach in das große Bürohaus am Mühlenparkplatz – vis-à-vis des Straßenverkehrsamtes – ziehen. Der Eigentümer des Gebäudes, in dem unter anderem die Volksbank Niederrhein residiert, hat soeben einen Bauantrag eingereicht, um den bislang leer stehenden Büroraum für den künftigen Mieter modernisieren zu können. Eine Reihe von Immobilien in attraktiver Lage wird die Kirche nach dem Umzug aufgeben und vermarkten.

Die Landeskirche hat die Kirchenkreise angewiesen, ihre Verwaltungsstellen an jeweils einer Stelle zusammenzulegen. „Wir haben geprüft, ob wir eines unserer Gebäude nutzen können“, sagt Torsten Maes, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Moers. „Aber deren Ertüchtigung wäre zu teuer, vor allem aber gibt es nirgends Platz für eine Erweiterung.“

Gut ein Jahr hat die Kirche mit den Verwaltern des Hauses an der Mühlenstraße, der Firma Mayfield Property in Frankfurt, verhandelt. Jetzt sind beide Seiten einig. Laut Mietvertragsentwurf wird der fusionierte Sozialverband Grafschafter Diakonie/ Diakonisches Werk das Erdgeschoss beziehen. Für die 55 Mitarbeiter aus der Kirchenkreis-Verwaltung samt Superintendent soll die zweite Etage des Gebäudes zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sind an einigen Stellen Modernisierungen der mehr als 30 Jahre alten Immobilie erforderlich. Den entsprechenden Bauantrag hat Mayfield Property in diesen Tagen bei der Moerser Stadtverwaltung eingereicht. Dessen Genehmigung vorausgesetzt, kann der Mietvertrag unterschrieben werden.

Die Zusammenlegung der diversen Verwaltungsstellen ist nicht zuletzt eine Reaktion auf die geringer werdende Zahl von Kirchenmitgliedern und die sinkenden Steuereinnahmen. Der Konzentration falle kein Arbeitsplatz zum Opfer, betont Maes. Langfristig sei der Abbau von Jobs aber nicht auszuschließen: „Die Entwicklung ist ungewiss.“

Mehrere Immobilien werden dann frei, etwa an der Seminar- und der Gabelsbergerstraße. Für diese gut vermarktbare Wohnlage soll es ein öffentliches Bieterverfahren geben. Das Haus an der Rheinberger Straße mit der Diakonie will der Kirchenkreis behalten und vermieten. Offen ist die Zukunft der Gemeindeverwaltung Rheinhausen an der Moerser Straße.

Vermarktet ist das Grundstück der Evangelischen Gemeinde an der Cloudtstraße. Neuer Eigentümer ist der Bauverein Moers. Er will dort ein Zwölf-Familienhaus mit Zweieinhalb- bis Viereinhalb-Zimmerwohnungen errichten.

 
 

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