Kindertafel: zweiter Standort in Kamp-Lintfort

Vier von vielen, vielen Helfern, die für das Gelingen der mobilen Kindertafel sorgen: (von links) Silvia Held, Annelie Fleisch, Erika Doersch und Hans Georg Bolte.
Vier von vielen, vielen Helfern, die für das Gelingen der mobilen Kindertafel sorgen: (von links) Silvia Held, Annelie Fleisch, Erika Doersch und Hans Georg Bolte.
Foto: WAZ FotoPool

Kamp-Lintfort.. Am 14. Juni geht es los: An diesem Freitag wird die mobile Kindertafel, die vom Verein „Klartext für Kinder – aktiv gegen Kinderarmut“ ins Leben gerufene Versorgung mit Hilfe eines Busses, zum ersten Mal auch in der Altsiedlung Station machen. Dann gibt es zwischen 12 und 14.30 Uhr auf dem Marktplatz in der Altsiedlung an der Ebertstraße lecker Essen, natürlich auch etwas zu trinken, ein bisschen Zuwendung – und das alles kostenlos.

Die Altsiedlung ist einer von fünf Standorten des Kindertafelbusses. „Wir haben jetzt drei in Moers und zwei in Kamp-Lintfort“, so Belanda Fritsch, Sprecherin der Projektleitung (die noch durch Erika Doersch und Bärbel Brauers komplettiert wird). Möglich gemacht wurde das neue Angebot durch die Aufgabe des Standorts in Neukirchen-Vluyn. Fritsch: „Am Nordring waren wir eineinhalb Jahre lang.“ Dort gebe es eigentlich Bedarf für die mobile Kindertafel. „Wir haben alles probiert, aber die Familien sind nach und nach weggezogen.“

Es habe keinen Zweck, krampfhaft an so etwas festzuhalten. „Wir müssen auch gucken, ob der Aufwand verhältnismäßig ist. Und 80 bis 90 Euro auszugeben für zum Schluss nur noch fünf Kinder, das geht nicht“, begründet Fritsch. Der Bus müsse zum Standort gefahren werden, das koste Sprit, das Essen müsse bestellt werden und und und.

Für die Altsiedlung gab es „unheimlich gute Unterstützung“ durch Ämter und Behörden, durch Schulen und Einrichtungen. Flyer wurden in Bussen ausgelegt. Fritsch rechnet mit etwa 30 Kindern – „oder sogar noch mehr. Angemeldet sind jedenfalls 30 Kinder. Und bis zu den Sommerferien haben wir die an uns gebunden“.

Apropos Sommerferien: In denen gibt es, Schulzeit hin oder her, das Angebot am Marktplatz weiter – zwar ohne Hausaufgabenbetreuung, aber dafür in doppelter Häufigkeit. Denn in den gut sechs Wochen kommt der Bus, der sonst immer mittwochs seinen Standort gegenüber von Real- und Sekundarschule hat, auf dem Marktplatz halt.

Eigentlich richtet sich der Tafelbus an Kinder zwischen drei und 18 Jahren. Fritsch: „Aber ab 13, 14 kommen die nicht mehr.“ Diese Altersgruppe wird im Teencafé erreicht, das auch versorgt wird.

An Helfern mangelt es nicht. Über 50 Freiwillige stehen zur Verfügung.

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