„Kinderarmut geht jeden an!“

Kamp-Lintfort..  Wie ist es möglich, dass es Kinderarmut in Deutschland gibt? Wie kann sie wirksam bekämpft werden? Gibt es sie auch in Kamp-Lintfort? Diese und andere Fragen sollen diskutiert werden – und zwar mit Fachleuten aus der kommunalen Politik und Sozialarbeit. Dazu laden der Caritas-Verband und die Kirchengemeinde St. Josef am Dienstag, 9. Mai, alle interessierten Bürger zu einem Gespräch ein. Gudrun Tersteegen vom Verein Klartext für Kinder wird den Abend moderieren.

Landratskandidaten verschiedener Parteien, Vertreter der Stadtverwaltung und Schulen werden neben Experten der caritativen Einrichtungen in der Kinder- und Jugendarbeit aufklären und informieren. „Wir als Hilfsorganisation möchten ein Zeichen setzen, uns mit anderen Akteuren aktiv zusammenschließen, unser Wissen weitergeben, um gegen die Kinderarmut in Kamp-Lintfort zu kämpfen“, erklärt Dirk Ulrich von der allgemeinen Sozialberatung der Caritas in Moers.

Man müsse die vielen Ressourcen nutzen und vor Ort aktiv werden. Neben Spenden sei der persönliche Kontakt zu den betroffenen Familien ausschlaggebend.

„Wie wir Hilfe gewährleisten können, möchten wir nicht nur als Kirchengemeinde, sondern auch als Stadt erarbeiten. Kein Kind sollte unter seinen Bedürfnissen leben – in einem reichen Land wie Deutschland ist das eine Schande“, erläutert Ulrich. „Das ist ein Thema, das jeden angeht und ins Bewusstsein gerufen werden sollte.“

Der Handlungsbedarf sei in Kamp-Lintfort wegen der niedrigen Einkommensquote besonders hoch, so Hans-Peter Niedzwiedz, Vorsitzender des Caritas-Verbands Moers/Xanten und Pastoralreferent in der Kirchengemeinde St. Josef. „Wir verstehen die Veranstaltung als Auftakt für Veränderung. Welche Hilfen werden wo benötigt? Das wird die zentrale Frage sein, die gemeinsam beantwortet werden soll.“

Wo Kinderarmut im Alltag besonders deutlich wird, erläutern die Experten an Hand von Statistiken und Alltagsbeispielen. Danach können sich alle Zuhörer an der Diskussion beteiligen.

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