Keine Schande

Förderschulen..  Solange das Entscheidungsrecht hinsichtlich des Besuchs der Förderschule nicht von den intellektuellen Möglichkeiten des Kindes, sondern vom „Prestigedenken” der Eltern gesteuert wird, kann die stark rücklaufende Inanspruchnahme der Förderschulen bei den Bildungspolitikern keine Verwunderung auslösen. Wenn von 41 Kindern, die die Förderschule besuchen, 35 nicht aufgrund ihrer intellektuellen Erfolge, sondern des Inklusionsgesetzes das höhere Schulsystem wählen, stimmt etwas bei der elterlichen Fürsorge und mit dem Bildungs-Schulsystem in NRW nicht. Der Besuch der Förderschule ist keine Schande. Aus Kindern können nur selbst- und verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft erwachsen, wenn sie, abgesehen von Negativerlebnissen, die auch zum Reifeprozess eines Menschen gehören, überwiegend aber auf positive Erlebnisse im Bereich der intellektuellen Möglichkeiten, der zwischenmenschlichen Beziehungen zurückgreifen können. Dauerhafte Überforderung, Sonderbehandlungen in ungeeigneten Schulsystemen führen eher zu(r) Lernunlust. Erich Jedwabski, Moers

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