Keine Personalnot im Rathaus

Die Verwaltungsstruktur auf dem Prüfstand.
Die Verwaltungsstruktur auf dem Prüfstand.
Foto: www.blossey.eu

Neukirchen-Vluyn..  Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hat die Stadtverwaltung unter die Lupe genommen. Sie war mit der Untersuchung des technischen Dezernates beauftragt und hat immerhin einen ersten Entwurf einer Organisationsbetrachtung vorgelegt. Öffentlich gemacht ist der Entwurf bisher nicht. Verwaltung und Politik haben ihn gleichwohl diskutiert.

Die Botschaften des Schriftstückes lauten im kurzgefassten Kern: Die Stadtverwaltung ist zwar noch klassisch organisiert, der Aufbau ist aber im Vergleich mit Kommunen vergleichbarer Größe „angemessen“. Die personelle Ausstattung der Ämter im technischen Dezernat ist demnach ausreichend.

Diese Erkenntnis formulieren die Prüfer in etwa so: Ein Vergleich zu anderen Kommunen gleicher Größenordnung lasse nicht darauf schließen, dass ein zusätzlicher Personalbedarf vorliege. Die GPA schätzt die Stellenausstattung vor dem Hintergrund der hohen Standards als „mindestens auskömmlich“ ein.

Allerdings gibt es auch Kritik. So sollte die Stadt für das technische Dezernat mit einer systematischen Aufgaben- und Produktkritik beginnen. Heißt: Es sollten Ziele, Standards und Dienstleistungen hinterfragt werden. So wird im Entwurf des Orga-Berichtes durchaus kritisch erwähnt, dass im Bereich der freiwilligen Aufgaben das Personal auf der Grundlage der „gefühlten Auslastung“ der Mitarbeiter eingesetzt werde. Die GPA empfiehlt eine Priorisierung, wobei freiwillige Aufgaben eine untergeordnete Rolle einzunehmen hätten. Zudem sei es sinnvoll, die Planungen der Aufgaben am Personalbestand auszurichten. Darüber hinaus gibt es bei den einzelnen Ämtern des Dezernates bei spezifischen Tätigkeiten und Inhalten Anregungen zur Optimierung.

Auch die Kommunikation mit der Politik wird erwähnt. Mit Blick auf den Austausch rät die GPA zu Augenmaß. Ziel sollte es sein, die Effizienz der Arbeit der Verwaltung zu stärken, heißt es.

Bürgermeister Harald Lenßen sieht sich natürlich in seiner Arbeit und am Festhalten an den Strukturen bestätigt. „Die Erkenntnisse machen deutlich, dass wir ausreichend Personal haben, um die üblichen Aufgaben zu erledigen“, sagte Lenßen auf Nachfrage der Redaktion. Im endgültigen Bericht werde sich an der Grundaussage nichts ändern. Eine Ausnahme stelle die Leitung des Tiefbauamtes dar. Die Ausschreibung werde kurzfristig erfolgen. Dass die Untersuchung ergeben hat, den Bauhof besser in der Kernverwaltung zu halten, freut Lenßen. Er sagt: „Kommunen unserer Größenordnung brauchen keine ausgelagerten Betriebe.“

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