Kamp-Lintforter Musikschule feierte Jubiläum

Jan Christopher Hessling spielt beim Kammerkonzert zum 25-jährigen Bestehen der Musikschule am Freitag 11.11.2016 im Rokokosaal, Kloster Kamp in Kamp-Lintfort klassische Gitarre. Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services
Jan Christopher Hessling spielt beim Kammerkonzert zum 25-jährigen Bestehen der Musikschule am Freitag 11.11.2016 im Rokokosaal, Kloster Kamp in Kamp-Lintfort klassische Gitarre. Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services
Foto: Ulla Michels
  • Im Rokokosaal gab es „Klassik pur“
  • Über 30 Musikschüler zeigten ihr Können
  • Nicht nur junge Jahrgänge präsentierten sich

Kamp-Lintfort.  „Klassik pur“ hieß die Überschrift eines kammermusikalischen Abends, den die Musikschule am Freitag anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums im Rokokosaal von Kloster Kamp veranstaltete. 1991 hoben Claudia Köning und Martin Begall, bis heute deren Leiter, die Schule als „erste kulturbildende Einrichtung der Stadt“ aus der Taufe. Deren Zweck ist es, Musik und Kultur für jedes Alter und jede Bevölkerungsschicht erlebbar zu machen. Mit großem Erfolg. Lernen derzeit doch rund 1000 Schüler ein Instrument oder nehmen Tanzunterricht. Dabei umspannen die Fachbereiche und Projekte ein Spektrum von der musikalischen Früherziehung über klassische bis hin zu Rock und Pop-Musik.

Für über 30 Musikschülerinnen und -schüler bot das Konzert die Möglichkeit, ihr Können öffentlich zu präsentieren. Dabei hatten sie sich durchweg keine leichte Aufgabe gestellt: Von Bach und Mozart bis zu Strauß, Tschaikowski und Vivaldi reichte das abwechslungsreiche Programm. Dass etwa die Geige der erst sechs Jahre alten Paula Reising noch etwas kratzig klang, störte keinen. Sie schaffte ihr Pensum fast fehlerlos. Alisa Poljak wollte eigentlich Keyboard lernen: „Doch meine Mutter war dagegen. Außerdem lässt es sich so schwer zum Unterricht transportieren“, erklärte die 13-jährige, warum sie seit sechs Jahren Violine lernt, mit hörbarem Erfolg.

„Bei uns liegt das Akkordeon in der Familie“ begründete Katharina Jäger (12) ihre Wahl. Ein Instrument, das sie, wie sie mit zwei modernen Akkordeon-Stücken zeigte, bereits jetzt virtuos beherrscht. Dass auch etwas ältere Jahrgänge noch viel Spaß beim Musizieren haben, bewiesen darauf fünf Querflöte spielende Schülerinnen, die zum Teil schon über 30 waren.

„Wir widmen uns sowohl der Breiten- wie auch der Begabtenförderung“, sagte Begall und wies dabei auf Jan Christopher Hessling hin. Der sei zwar erst 13, aber auf der Gitarre ein Naturtalent und komponiere bereits selbst. Eine Begabung gepaart mit Können, wovon sich die Zuhörer bei drei modernen Gitarrenstücken, davon eine Eigenkomposition, überzeugen konnten. „Ich habe große Hochachtung vor diesen jungen Leuten, die bereit sind, ein klassisches Konzert zu spielen und dafür wochenlang zu üben“, lobte Begall seine Schüler. Am Ende bewiesen Bettina Thomé (Querflöte) und Sigrun Stephan (Klavier) sowie Thomas Käseberg (Altsaxophon) und Melanie Geldsetzer (Klavier) mit Werken von Johann Sebastian Bach und Astor Piazzolla, dass zusammen zu musizieren eines der schönsten Hobbys überhaupt ist.

Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird ein Galakonzert am 3. Dezember in der Stadthalle setzen.

 
 

EURE FAVORITEN