In Neukirchen-Vluyn lernen die Scooter fliegen

Foto: Funke Foto-Services

Neukirchen-Vluyn..  Schon mal fliegende Tretroller gesehen? Oder Fahrräder auf einem Podest, auf die man sie nicht hinauftragen kann? Im Skaterpark Niederberg ist beides zu bestaunen, allerdings heißen die Fahrräder BMX und die Tretroller Scooter, und in den Händen der Kids werden sie zu Geräten für den Leistungssport. Bürgermeister Harald Lenßen und Ralf Hüttemann, Projektleiter Niederberg der RAG Montan Immobilien, eröffneten den Skaterpark Niederberg gestern höchst offiziell – die Kids haben ihn allerdings schon längst in Besitz genommen.

Denn Bauzäune sind für Kinder und Jugendliche, die mit ihren Rädern und Scootern komplizierte artistische Kunststücke vollbringen, kein ernstzunehmendes Hindernis. Die Kids, die sich vor, während und nach der Eröffnung an den Obstacles – so heißen die Hindernisse aus Beton – austobten, waren auf der Anlage schon fast alte Hasen. Devin (12) ist der einzige unter ihnen, der Inliner trägt: „Die Anlage ist echt gut.“ Spricht’s und saust eine Halfpipe hinauf.

Luis (12) fährt seit etwa einem Jahr Scooter, bislang aber nur auf der Straße; auch er findet die Anlage klasse. Die Scooter-Fahrkünste von Leon (13) beeindrucken um so mehr, als dass er ihn erst seit sechs Tagen fährt: „Eigentlich fahr’ ich BMX.“ So wie Nils (13), der für seinen Sport bislang in die Nachbarstadt fahren musste: „Ich bin manchmal nach Duisburg oder zur Dirtbahn nach Moers. Die Rampen im Klingerhuf sind zu klein.“ Und Leonie (13) ist fast jeden Tag im Skaterpark.

Die 17-Jährige Felizitas ist mit fünf jüngeren Geschwistern da. Ja, ein beliebter Treffpunkt wird der Skaterpark werden, meint sie. Auf die Frage, warum sie selbst gekommen ist, ruft ein etwa gleichaltriger BMX-Fahrer mit einem schelmischem Grinsen: „Wegen mir!“ Was Felizitas natürlich lautstark bestreitet. Doch, der Skaterpark ist etwas, was schon lange gefehlt hat in Neukirchen-Vluyn.

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