In Neukirchen-Vluyn bleibt es bei zwei Kandidaten

Foto: NRZ
Am Montag, 27. Juli, war Stichtag für Bewerber, die auf den Bürgermeisterstuhl drängen. Punkt 18 Uhr war Schluss, die Frist vorbei.

Neukirchen-Vluyn..  Gestern war Stichtag für all jene Menschen, die sich berufen fühlen, bei der Bürgermeisterwahl am 13. September als Kandidat anzutreten. Wer sich bis 18 Uhr nicht hat durchringen können, seinen Hut noch in den Ring zu werfen, darf nun bei der Wahl im September nicht mehr als Kandidat mitmachen.

Das hat niemand getan. Somit bleibt es bei den beiden bereits bekannten Herren: Harald Lenßen, Jahrgang 1960, Kandidat der CDU, Amtsinhaber, und Jochen Gottke, ebenfalls Jahrgang 1960, Kandidat der SPD, Herausforderer.

Selbstbewusst

Die beiden sind von ihren Parteien offiziell gekürt worden. Nach einer ersten Zeit der relativen Zurückhaltung hatten sie in den vergangenen Wochen ihre Präsenz verstärkt. Jeder auf seine Weise. Jochen Gottke hatte insbesondere zuletzt unter anderem auf die Jugend und soziale Netzwerke gesetzt. Harald Lenßen suchte mehr den Kontakt zur Generation 30+, und das über gezielte Rundfahrten durch das Stadtgebiet.

Richtig rund geht es ab etwa Mitte August. Auch für diese noch kommenden heißeren Phasen des Wahlkampfes ist davon auszugehen, dass die Aspiranten mit sehr unterschiedlichen Strategien auf den Bürgermeisterstuhl gelangen oder auf demselben bleiben wollen. Denn eines haben beide Herren bereits deutlich gemacht: An Selbstvertrauen mangelt es keinem. Das ist wenig überraschend. Harald Lenßen sieht sich mit seiner Politik bestätigt. Jochen Gottke drängt auf Veränderung, damit sich etwas bewegt.

Bis zum 13. September haben die Kandidaten Zeit, ihre Wähler zu mobilisieren. An jenem Sonntag wird sich entscheiden, wer für die nächsten Jahre Bürgermeister in Neukirchen-Vluyn sein wird.

Da es bei den zwei Anwärtern geblieben ist, steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass das Rennen auch an jenem Sonntag entschieden wird. Nur bei absoluter Stimmengleichheit muss es eine Stichwahl geben. Aber dieses Szenario wird von den Wahlexperten im Rathaus nicht erwartet.

An der Hans-Böckler-Straße ist man bereits seit einigen Monaten mit der Vorbereitung der Bürgermeisterwahl beschäftigt. Das Wahlverfahren muss eingerichtet, Wahlhelfer müssen gesucht und angeschrieben werden. Am Mittwoch, 29. Juli, tagt der Wahlausschuss, danach können auch die Stimmzettel gedruckt werden.

Wie es aus dem Rathaus heißt, werden ab Mitte August die Wahlbenachrichtungen an die Bürger verschickt. Dann bestehe auch die Möglichkeit zur Briefwahl.

Anders

Anders als bei der Wahl im Jahr 2009, als das Kommunalparlament zusammen mit dem Stadtoberhaupt gewählt wurde, entscheiden die Bürger jetzt im September ausschließlich, wer Bürgermeister werden soll.

Vor sechs Jahren gab es vier Kandidaten, neben Lenßen war auch Gottke dabei. Für dieses Jahr hatten die anderen Parteien im Vorfeld aber schon deutlich gemacht, dass sie keine eigenen Kandidaten benennen würden.

Die Wahlbeteiligung lag 2009 bei 58,01 Prozent – wohlgemerkt, in der Kombination der Wahlen für das Bürgermeisteramt, den Rat, den Kreistag und den Posten des Landrates. Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai des vergangenen Jahres lag die Wahlbeteiligung 51,47 Prozent.

 
 

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