In Moers geht eine Ära zu Ende

Rainer Tyrakowski-Freese (Bildmitte) wurde am Donnerstag in der Stadtkirche in den Ruhestand verabschiedet; links Ehefrau Reinhild Freese und der langjährige Weggefährte von Rainer Tyrakowski-Freese, Hartmut Hohmann..
Rainer Tyrakowski-Freese (Bildmitte) wurde am Donnerstag in der Stadtkirche in den Ruhestand verabschiedet; links Ehefrau Reinhild Freese und der langjährige Weggefährte von Rainer Tyrakowski-Freese, Hartmut Hohmann..
Foto: Funke Foto Services
  • Diakonie-Geschäftsführer Rainer Tyrakowski-Freese geht in den Ruhestand
  • Für ihn sind die Veränderungen in den Köpfen wichtig
  • Jürgen Voß übernimmt Aufgaben als Prokurist

Moers..  Mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche wurde am Donnerstag Rainer Tyrakowski-Freese (65) in den Ruhestand verabschiedet. Er ist einer der Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers. Hartmut Kirchhoff, der Aufsichtsratsvorsitzende, sagte vor weit über 100 Gästen: „Ein Ära geht zu Ende.“

Eine ähnliche Wertschätzung findet sich auch in den Worten von Superintendent Ferdinand Isigkeit wieder, der den Gottesdienst zusammen mit Dietrich Mehnert leitete. Isigkeit bescheinigte Tyrakowski-Freese „Wissendurst, Kreativität und den Drang zu lebenslangem Lernen.“ Mit Blick auf jene vier Jahre, die Tyrakowski-Freese in Alexandria bei der Seemannsmission gearbeitet hat, sagte Isigkeit: „Beim Bewerbungsgespräch 1989 hat mich das als Landei aus Repelen schon beeindruckt.“

Hartmut Hohmann, ein Weggefährte von Tyrakowski-Freese, berichtete, wie er vor Jahrzehnten „einen kleinen Mann beim internationalen Kulturkreis kennengelernt“ habe. Später habe er Tyrakowski-Freese dann Nikolaus Schneider empfohlen, als dieser einen Geschäftsführer für das Diakonische Werk suchte. Hohmann war vor einem Jahr als Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in den Ruhestand gegangen.

Am Diakonischen Werk lässt sich vielleicht am besten festmachen, woher die außerordentlich hohe Wertschätzung kommt. Unermüdlich und immer mit Blick auf die Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale der Mitarbeiter, so scheint es, setzte sich Tyrakowski-Freese für diakonische Aufgaben ein. Mittlerweile gibt es sechs Dienststellen in Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Kamp-Lintfort, Homberg und Rheinhausen, die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 20 auf jetzt 180. Rainer Tyrakowski-Freese sieht das allerdings so: „Es kommt nicht auf die Zahlen an, bedeutsam sind die Veränderungen, die in den Köpfen geschehen.“

In der Stadtkirche sprach Tyrakowski-Freese am Donnerstag von einem großen Vertrauen, das er verspürt habe. Die Jahre mit Nikolaus Schneider seien sehr lehrreich gewesen. Er sprach auch die „Zukunftsorientierte Unternehmensstrategie der Grafschafter Diakonie“ an, jenes Papier, das er und andere in den vergangenen acht Monaten ausgearbeitet haben und das die Grundlage für die Arbeit der Diakonie in den nächsten Jahren ist.

Für Tyrakowski-Freese wird Jürgen Voß (57) die Bereichsleitung Soziale Dienste/ Gemeindediakonie und Behindertenhilfe als Prokurist übernehmen. Die Funktion als Geschäftsführer wird planmäßig nicht nachbesetzt.

 
 

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