In der Schule wird gearbeitet

Foto: Christoph Karl Banski
Dörpfeldschule: Seit gestern werden die ersten Wände hochgezogen

Neukirchen-Vluyn..  Von außen wirkt die ehemalige Dörpfeldschule verlassen. Im Inneren des Gebäudes an der Jahnstraße aber wird schon gewerkelt, um die frühere Schule zum Übergangsheim für Flüchtlinge umzubauen. Die Türdurchbrüche im Erdgeschoss und in der ersten Etage sind fertig. Da aus jeweils einem Klassenraum drei Schlafräume werden, muss es schließlich vom Flur aus Zugänge geben. Die Türschwellen werden noch mit Estrich zugemacht, dann die Stahleckzargen in die Öffnungen eingesetzt, damit die Türblätter eingehängt werden können.

Wände

Im Erdgeschoss haben die Arbeiter am gestrigen Dienstag angefangen, in den Klassenzimmern die Ständerwände aufzubauen, an denen später die Trockenbauwände montiert werden. „Die Gipskartonplatten werden zunächst von einer Seite beplankt“, erklärt Christoph Borth vom städtischen Hochbauamt.

Dann werden die Elektroleitungen gelegt und die Wand von der anderen Seite geschlossen. „Jeder Raum wird separat abgesichert sein“, erklärt Borth. Heißt: Wenn es ein technisches Problem in einem Raum geben sollte, stehen nicht sofort alle Menschen auf der gesamten Etage im Dunkeln.

Außerdem werde flächendeckend eine Brandmeldeanlage eingebaut, erläutert der Baufachmann weiter. Im Erd- wie im Obergeschoss wird aus Gründen des Brandschutzes im vorderen Bereich im bestehenden Flur ein zweiter, etwa ein Meter breiter Flur auf der Zimmerseite abgetrennt, so dass der Fluchtweg von den oberen Etagen und den hinteren Zimmern aus über die Treppe gegeben ist.

Neben den vergleichsweise identischen Räumen an den Längsseiten der Flure wird pro Etage ein Eckraum umgebaut. Dieser könnte sich nach derzeitigen Überlegungen womöglich für Familien anbieten. Die alten Gussheizkörper, die noch funktionstüchtig sind, sollen erhalten bleiben. Wo es notwendig ist, werden neue gesetzt.

Wie Christoph Borth weiter erklärt, werden pro Küche vier Elektroherde aufgestellt und die Leitungen für einen fünften gelegt. So bleibt man flexibel. Unmittelbar neben den Küchen sind jeweils Zimmer vorgesehen, die als Sozialraum genutzt werden können.

Rettungswege

In der kommenden Woche werden Heizungsinstallateure, Sanitärinstallateure und Elektroinstallateure in der Dörpfeldschule erwartet. Die Gewerke sind ausgeschrieben, die Vergaben werden nach Stadtangaben derzeit geprüft.

Zu tun ist für die Arbeiter noch reichlich. Im Obergeschoss müssen noch die kompletten Wände gezogen werden. Die Küchen, Flure, der zweite Rettungsweg aus dem Erd- und dem Obergeschoss.

Hinzu kommen die Sanitärcontainer, die vor dem Schulgebäude aufgebaut werden. Dazu wird ein Teil des Vordaches zurückgebaut. Die Eingänge zu den sanitären Anlagen sollen sich auf der dem Haus zugewandten Seite befinden. Die Bäume können nach Stadtangaben erhalten bleiben. „Bis Sommer wird das fertig sein“, sagt Stadtsprecher Frank Grusen.

EURE FAVORITEN