Hüsch mit Henn in Moers

Joachim Henn ließ Hagenbuch noch mal Geburtstag feiern.
Joachim Henn ließ Hagenbuch noch mal Geburtstag feiern.
Foto: FUNKE Foto Services
Joachim Henn und die Formation „Oper, Skepsis und Gleisbau“ ließen im Moerser STM-Studio den Hagenbuch los

Moers..  „N’Abend zusammen, bis die Tage und Gruß zuhaus“ sprach Joachim Henn und schon war der schöne Abend mit Hüsch und seinem Hagenbuch am Donnerstag im Studio des Schlosstheaters zu Ende. Die treue Fangemeinde hätte sicher gerne noch weiteren alltagsweisen Hagenbuch’schen Assoziationsketten gelauscht, aber nach einer Zugabe war Schluss. Muss!

Joachim Henn, ehemaliger Schlosstheaterdramaturg und derzeit unter anderem mit Hüsch-Lesungen im Lande unterwegs, hatte sich mit der Formation „Oper, Skepsis und Gleisbau“ einen kongenialen musikalischen Partner an die Seite geholt. Deren improvisierte elektroakustische Soundcollagen, anfangs etwas irritiert beäugt und später begeistert beklatscht, waren eine würdige Begleitmusik für Hauptdarsteller Hagenbuch. Ein zeitgemäßes Örgelchen, sozusagen.

Zugegeben: Was und wie es so aus Hagenbuch heraussprudelt, ist für einen Rezitator kein Spaziergang. Aber: Henn kann Hüsch, ziemlich gut sogar. Er brachte den Geburtstagssandkuchen ohne Rosinen, ohne Korinthen und ohne Zitronat wieder auf den Tisch, hielt noch einmal eine einsilbige Rede bei der Versammlung der Geflügelintensivhalter in Groningen und philosophierte mit Schwester Klytämnestra auf Bless-Hohenstein über die Milchkannenträger Prager und Kretzschmer.

Allen, die Hüsch mögen oder aber ihn jetzt für sich neu entdecken wollen, sei das Programm ans Herz gelegt. Wer den Abend in Moers verpasst hat: Joachim Henn ist mit dieser Lesung derzeit in NRW unterwegs. Termine: www.joachimhenn.de.

 
 

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