Heiße Rhythmen und gute Laune beim Afrika Festival

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Das mittlerweile sechste Afrika Festival in Asberg bot ein buntes Programm mit ganz viel Musik, mit Workshops und leckeren Speisen.

Moers.. Heiße Rhythmen, fröhliche Musik und ganz viel gute Laune: Am Wochenende fand zum sechsten Mal das Afrika Festival in Asberg statt. Auf dem Sportplatz konnten die Besucher zwei Tage lang den kulturellen Reichtum und die Lebensfreude der afrikanischen Völker kennenlernen. Organisiert wurde das Festival vom gemeinnützigen Verein Wakika, der zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes war. Es gab Konzerte, Modenschauen, einen Basar, Workshops und ein Programm für Kinder. Die Trommelsession war wie in jedem Jahr schon von weitem zu hören.

Die Aussteller und Händler präsentierten neben Holzschnitzarbeiten auch Schmuck, Musikinstrumente und Bekleidung. Das Programm war gut gefüllt und die Bands konnten die Zuschauer einmal mehr mit ihren Rhythmen in ihren Bann ziehen. Da war zum Beispiel Stellah Mwadilo Blessing, die 2012 aus Kenia nach Düsseldorf gezogen ist, und seitdem mit ihren Gospel- und Blues-Songs bei verschiedenen Konzerten und im Fernsehen aufgetreten ist.

Oder die Trommel- und Tanzgruppe Ngoma Kimpwanza, die aus sieben Tänzern aus verschiedenen afrikanischen Kulturen besteht und damit für ein einzigartiges Erlebnis sorgte.

Die Black Lokito Band, die traditionelle afrikanische Rumba-Musik und Salsa, Merengue und Reggae spielt, war auf der Bühne ebenfalls einer der Höhepunkte des Wochenendes. Zum Showprogramm gehörte auch die Ghana Acrobatic Gruppe, die am springenden Seil, als menschliche Pyramide oder beim Jonglieren Meisterstücke vollführte. Gregory Da Silva, im Guiness Buch der Rekorde bekannt als der Eiermann, überzeugte mit seinen Schauspiel- und Tanzkünsten. Der Geschichtenerzähler ist in Westafrika geboren und lebt heute in Kapstadt.

Heimatgefühle

Afrikaexperte Michael Tonfeld, der in Augsburg und Ghana lebt, trat erneut mit seiner Riesenschnecke „Wa bibio“ auf. Die jungen Besucher hingen an seinen Lippen, als der Schriftsteller von den Abenteuern der Riesenschnecke auf dem Weg von Afrika nach Moers erzählte. Hunderte Besucher genossen die internationale Live-Musik auf der Open-Air-Bühne und hatten zumindest am Sonntag auch Glück mit dem Wetter. „Für mich ist das Afrika Festival schon fast zur Tradition geworden“, erzählte eine Besucherin aus Kamp-Lintfort. „Ich habe auch schon am ersten Festival teilgenommen. Die Musik ist einfach so lebendig und fröhlich.“

Und ein anderer Besucher ergänzte: „Gerade, wenn man ursprünglich aus Afrika kommt, ist es schön, mal wieder in die Heimatkultur einzutauchen.“ Für den Magen gab es auch reichlich: Neben Ständen, an denen landestypische Waren verkauft wurden, gab es außergewöhnliche afrikanische Speisen. Mit dem Überschuss des Festivals werden wie immer Waisenkinder in Roger Nkoums Heimatland Kamerun unterstützt.

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