Grenzenloses Spiel in Sevelen

Ganz schön nass: das Schwammkopfspiel bei den Hexenland-Games
Ganz schön nass: das Schwammkopfspiel bei den Hexenland-Games
Foto: Christoph Karl Banski

Issum..  Die Wippe schwenkt bedrohlich nach rechts. Das Team hält sich an den Händen, macht keine Ausgleichschritte. Das Ziel ist, bloß nicht herunterzufallen, denn es gibt nur Punkte, wenn der dicke Holzbalken in der Schwebe bleibt. „Das ist gar nicht so einfach“, erklärt einer der Schiedsrichter. „Man muss das Gewicht der sechs Teammitglieder gut verteilen und dann auch noch versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Am besten geht es, wenn man sich möglichst wenig bewegt.“

Anfeuerung durch die Zuschauer

Bei den Hexenland-Games 2014 traten 35 Teams gegeneinander an und maßen ihre Kräfte im Wettstreit. Auf der Wiese am Schießstand feuerten die Zuschauer bestens gelaunt ihre Kandidaten an. Der SV Exitus Esters richtete auch in diesem Jahr die beliebten Spiele aus. Der Platz vor dem Schießstand an der Reithalle am Koetherdyck in Issum hatte sich in eine Arena verwandelt.

Es gab insgesamt zehn Spiele und zwei Gruppenspiele. Das Leiterhangeln über dem Wasserbassin war eines der Highlights der einzelnen Stationen. Beim Hindernislauf über eine Hüpfburg beim Tellerlaufen und beim Kistenrennen galt es, möglichst schnell zu sein. Eine Abkühlung gab’s dann für die Sportler beim Schwammkopf-Spiel. Die Kandidaten mussten hier mit einem Schwamm, der auf einem Fahrradhelm befestigt war, möglichst viel Wasser sammeln und dieses dann an einer Wand über einem Bottich ausdrücken. Bei schönstem Sonnenschein zogen die Kandidaten schon bald ihre Schuhe aus.

Barfuß ging es für viele durch die nasse Wiese. Die Stationen erinnerten an „Spiel ohne Grenzen“, allesamt phantasievoll und mit hohem Spaßfaktor. Die Teams kamen aus der gesamten Umgebung, sogar aus Stuttgart waren Kandidaten angereist. Die Hexenland-Games sind mittlerweile eine feste Institution geworden, für die sich die Teilnehmer schon frühzeitig bewerben. Wer es schließlich schaffte und die Wettkämpfe für sich entschied, wurde mit einer kühlen Erfrischung belohnt, denn der erste Preis waren 50 Liter Bier, der zweite 30 Liter und auch der Drittplatzierte konnte sich über 20 Liter Gerstensaft freuen.

Auch Gruppenspiele

Um halb sechs war es dann soweit und auf der Bühne begann das erste Gruppenspiel. Fünfzehn Teams traten gleichzeitig in fünf Spielen gegeneinander an. Zunächst galt es, in einer Kiste blind Euromünzen zu ertasten und den Wert zu schätzen. Als nächstes musste ein trockenes Toastbrot so schnell wie möglich gegessen werden, der Mund wurde kontrolliert. Einen Tauchgang gab es für die Kandidaten, die die Aufgabe hatten, einen Apfel mit dem Mund aus einer Schüssel Wasser zu fischen.

Die Hexenland-Games verbreiteten auch in diesem Jahr besten Pfadfinder-Charme. Mit einfachsten Mitteln war es den Ausrichtern wieder gelungen, den Teilnehmern ein außergewöhnliches Erlebnis zu bescheren. Teamgeist und Spaß standen im Mittelpunkt der Spiele. Mit einer Party klang der Abend sommerlich aus.

 
 

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