Gemeinsame Blechkolonne in Moers

Carsharing, der Opel der Firma " Stadtmobil "steht auf dem Parkplatz neben der Grafschafter Diakonie und wird unter anderem von den Mitarbeitern der Diakonie genutzt. Hier mit Harald Dyx von der Diakonie und Michael Birr vom Stadtmarketing.
Carsharing, der Opel der Firma " Stadtmobil "steht auf dem Parkplatz neben der Grafschafter Diakonie und wird unter anderem von den Mitarbeitern der Diakonie genutzt. Hier mit Harald Dyx von der Diakonie und Michael Birr vom Stadtmarketing.
Foto: Ulla Michels

Moers.. In Hamburg gehört es zum allgemeinen Reigen der Fortbewegungsmittel. In Berlin auch. Und in Karlsruhe teilen sich sogar so viele Menschen ein Auto, dass die Stadt in Baden-Württemberg im bundesweiten Städtevergleich des Bundesverbandes CarSharing im vergangenen Jahr auf Platz 1 gelandet ist. Bei diesem Ranking werden stationsgebundene und -ungebundene Angebote aufgelistet und nach der Anzahl an Carsharing-Fahrzeugen pro 1000 Einwohner ausgewertet. Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn tauchen erwartungsgemäß nicht unter den ersten 112 Städten und Gemeinden dieses Rankings auf.

Nicht nur die Größe

Das liegt nicht zwingend nur an deren Größe, wie auch der Bundesverband CarSharing bestätigt. Der Zusammenhang, dass das Angebot besser sei je größer die Stadt ist, sei nicht richtig, sagen die Berliner. „Klar ist Carsharing im ländlichen Raum schwierig“, sagt ein Sprecher des Verbandes. Zu berücksichtigen seien aber auch Faktoren wie das generelle ÖPNV-Angebot, die Höhe des Parkplatzdrucks und die Dichte der Besiedlung.

In Moers ist das Stadtmobil RheinRuhr im März 2013 an den Start gegangen. Zunächst mit einem Fahrzeug, das beim ersten Kooperationspartner, der Diakonie, an der Gabelsberger Straße seine Station hat. Fünf Mitarbeiter nutzen das Angebot, sagt Harald Dyx, der Leiter des Standortes. Seine Kollegen sind aber selbstredend nicht die einzigen Nutzer. Externe Kunden greifen ebenfalls auf den Wagen zurück. Dyx hat beobachtet: „Das Auto ist viel unterwegs.“

Seit dem Jahreswechsel gibt es am Rudolph-Schloer-Stift einen zweiten Standort für ein Carsharing-Fahrzeug. Der Einrichtungsleiter Thorsten Krüger hatte bei Stadtmobil RheinRuhr angefragt.

Der erste Moerser Kunde hatte seinen Vertrag im April 2013 abgeschlossen. Mittlerweile hat das MoersMarketing 28 Verträge unter Dach und Fach gebracht. Im Büro an der Homberger Straße 4 werden Führerschein und Personalausweis des Interessenten gesichtet und eingetragen.

Die Kosten errechnen sich aus einer Grundgebühr sowie der Berechnung von Zeit und Kilometern. Zudem gibt es verschiedene Tarife, die je nach Art der Nutzung für die Kunden attraktiv sind. „Für VRR-Kunden entfällt die Monatsgebühr“, erklärt eine Mitarbeiterin von MoersMarketing. Auch die Aufnahmegebühr ist für Dauerkunden von Bus und Bahn günstiger.

„Wir haben damals gesagt, wir wollen Vorreiter sein“, erklärt Michael Birr vom MoersMarketing. Also habe man das Angebot unkompliziert eingeführt. Die Nachfrage wachse, wenn auch nicht so schnell wie seinerzeit womöglich erhofft. „Der ganz große Hype war noch nicht da“, meint Birr.

 
 

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