Gemeinsam der Stadtkirche helfen

Foto: WAZ FotoPool

Moers.. NRZ-Chefredakteur Rüdiger Oppers wurde gestern zum Vorsitzenden des Bauvereins für die Stadtkirche Moers gewählt. Der Verein hat eine Herkulesaufgabe zu bewältigen: Die Sanierung der Kirche wird wohl mehr als 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Gründung eines Bauvereins, so Pfarrer Torsten Maes, habe die Stadtkirche sicher noch nicht erlebt, auch wenn sie seit dem 14. Jahrhundert viele Menschen habe kommen und gehen sehen. Und war es auch seine erste Vereinsgründung, so brachte Torsten Maes sie gestern unter dem Geläut der Glocken souverän über die Bühne. Dem „Bauverein für die Stadtkirche Moers“ wurde Leben eingehaucht. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Rüdiger Oppers, Chefredakteur der NRZ.

Sein Stellvertreter ist Pfarrer Torsten Maes, zum Schatzmeister wurde Rüdiger Thomé gewählt, zum Schriftführer Matthias Fritzsche. Ein weiteres Vorstandsmitglied wird aus den Reihen des Presbyteriums bestimmt werden. Der Vorstand hat eine Herkulesaufgabe zu bewältigen: Die Sanierung der baufälligen Evangelischen Stadtkirche wird wohl mehr als 1,5 Millionen Euro verschlingen.

Die gelungene Rettung des
Peschkenhauses als Vorbild

Rüdiger Oppers griff als Katholik in seiner Vorstellungsrede gleich zur Beichte – nicht mehr Moerser, sondern Neukirchen-Vluyner ist er seit einiger Zeit. Seine Arbeit im Initiativkreis und in der Bürgeraktiengesellschaft Peschkenhaus lässt für die Zukunft der Stadtkirche hoffen: Schon einmal gelang es, mit bürgerschaftlichem Engagement ein bedeutendes Gebäude in Moers zu retten. Man dürfe die Stadtkirche nicht ihrem Schicksal überlassen, so der Vorsitzende des Bauvereins.

Schon durch ihre Anwesenheit machten viele bekannte Moerser klar, dass sie ebenso denken: Sigmund Ehrmann, Dr. Jürgen Schmude, Ulrich Ruthenkolk, Heinz-Adolf Janßen, Joachim Bellinger, Peter Boschheidgen, Bernhard Uppenkamp – um nur einige nennen. Hinzu kamen zahlreiche Vertreter der Moerser Politik. Fast unnötig zu erwähnen, dass nicht zuletzt die Gemeinde einen großen Anteil an der erfolgreichen Gründung des Vereins hat.

„Schöner kann man sich Ökumene nicht vorstellen“, erklärte Rüdiger Oppers nach der Vereinsgründung. „Evangelische und katholische Christen, ja auch Nichtchristen arbeiten gemeinsam an der Erhaltung eines Wahrzeichens Gottes und eines Kulturdenkmals in der Stadt.“

 
 

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