Gefahrlos durch den Ort Vluyn radeln

Steffen Richter von den Grünen zeigt, wie eng es hier ist.
Steffen Richter von den Grünen zeigt, wie eng es hier ist.
Foto: Christoph Karl Banski
Radler mit guten Nerven schwimmen im Ortskern Vluyn unbeirrt auf der Fahrbahn im Verkehrsstrom mit. Manche Radler scheuen das aber, wie die Fraktion der Grünen im Rat gestern vor Ort demonstrierte. Die Grünen wollen daher einen Radweg zwischen Vutz-Kreisel und Springenweg einrichten.

Neukirchen-Vluyn.  Radler mit guten Nerven schwimmen im Ortskern Vluyn unbeirrt auf der Fahrbahn im Verkehrsstrom mit. Manche Radler scheuen das aber, wie die Fraktion der Grünen im Rat gestern vor Ort demonstrierte.

„Wenn Sie das hier mal eine Zeit lang beobachten, sehen sie, wie viele Radfahrer auf dem Gehweg fahren“, sagt Tom Wagener. Und tatsächlich kommen gerade zwei Radler am Vluyner Platz vorbei geradelt, auf dem breiten Gehweg. „Hier an der Sparkasse ist das noch möglich. Aber ab dem Geschäft Hubben ist es so eng, dass man dort tatsächlich auf die Straße muss.“

Hintergrund der gestrigen Vorführung: Die Grünen wollen einen Radweg zwischen dem Vutz-Kreisel und dem Springenweg einrichten. „Auf dem Stück zwischen dem Kreisel und der Pastoratstraße könnte man einen Streifen auf dem breiten Gehweg farblich markieren“, so Steffen Richter. Ab der Pastoratstraße Richtung Springenweg müsse wegen des schmaleren Gehwegs ein Radweg auf der Fahrbahn aufgezeichnet werden. „Dazu“, so Wagener, „müssten allerdings die Parkplätze vor den Läden weichen.“ Was, wie er sich schon denken könne, mögliche Gegner des Vorschlages als Argument anführen würden. „Dazu muss man sagen, dass bis vor kurzem, als die Feuerwehr ihr Domizil noch hier hatte, ohnehin etwa fünf Plätze für die Ausfahrt frei gehalten werden mussten. „So gerechnet, würden nur rund zehn Plätze wegfallen.“

Bereits in der Ratssitzung im Juni habe die Stadt in dieser Sache mitgeteilt, dass die Unfallstatistik in dem fraglichen Bereich als unauffällig zu bezeichnen sei und eine Berücksichtigung des Radverkehrs nicht zweckmäßig sei. Die Grünen finden dies grob fahrlässig. Zudem handele es sich bei dem Teilstück um einen überregionalen Radweg. Die eigentlich nicht erlaubte Nutzung des Gehweges führe darüber hinaus auch zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern.

Zum Schieben verurteilt

Radfahrer, die es mit der Straßenverkehrsordnung genau nehmen und denen es auf der Straße zu gefährlich ist, sind eigentlich auf dem besagten Stück zum Schieben verurteilt. „Es sollte doch gefahrlos möglich sein, durch den Ort zu radeln“, unterstreicht Karin Fetzer.

Die Grünen stellen für die nächste Sitzung des Fachausschusses am 10. November einen entsprechenden Antrag, über den die Politiker aller Fraktionen diskutieren und entscheiden sollen.

 
 

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