Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung

Foto: ddp

Moers.. Die angebliche Tat liegt annähernd zwei Jahre zurück, jetzt musste sich ein heute 40-Jähriger Moerser vor der auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Kleve in Moers wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer Minderjährigen verantworten. Das Urteil lautete: Freispruch.

Zu der Tat sollte es laut Anklage am 16. Mai 2010 gekommen sein. Das mutmaßliche Opfer, eine damals 15-Jährige, die bei einer Pflegemutter lebte, sei durch den Angeklagten vergewaltigt worden; ein zuvor eingeholtes Glaubhaftigkeitsgutachten sollte die Aussage des Opfers untermauern. Die Staatsanwaltschaft hatte eine zweijährige Bewährungsstrafe für den mutmaßlichen Vergewaltiger gefordert.

Das Urteil lautete indes auf Freispruch. „Alle Prozessbeteiligten bemühten sich den Sachverhalt aufzuklären“, so der Moerser Strafverteidiger Bertil Jakobson. Die Anzeige, so Jakobson, sei erst Monate nach dem 16. Mai erfolgt, an die mutmaßliche Tat sowie Geschehnisse danach habe die damals 15-Jährige sich nur schlecht erinnern können.

„Die Strafkammer hat nicht mit der erforderlichen Sicherheit die Schuld des Angeklagten feststellen können“, so der Sprecher des Landgerichts Kleve, Christian Spelz. Was nicht bedeute, dass die Richter glauben, dass die Aussage der Jugendlichen falsch sei – aber es blieben Zweifel: „Sie hat im Laufe des Verfahrens wechselnde Angaben gemacht.“

 
 

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