Freispruch im Hehlerei-Prozess

Foto: ddp

Moers..  Freispruch für vier Angeklagte im Prozess vor der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Kleve: Sie sollten sich laut Anklage als Bande der Hehlerei und des Betruges schuldig gemacht haben, indem sie in ihrem Geschäft und im Internet gestohlene Handys und Laptops verkauften. Die Strafkammer sprach die Hauptangeklagten – zwei Brüder – ebenso frei wie zwei Männer, die Beihilfe geleistet haben sollten. Zu Beginn des mehrmonatigen Prozesses war bereits der Vater des Brüderpaares freigesprochen worden.

Während die Staatsanwaltschaft immer noch davon überzeugt ist, dass die Vorwürfe zutreffen, wertete das Gericht die Indizien anders. Zwar sei, so die Staatsanwaltschaft, objektiv festgestellt worden, dass 45 gestohlene Handys und 19 gestohlene Laptops im Geschäft der Angeklagten verkauft worden seien. Die Frage lautete aber, ob die Angeklagten wussten, dass es sich bei den Geräten um Diebesgut handelte. Dem Gericht seien die Indizien zu schwach gewesen, so die Staatsanwaltschaft, die sich allerdings mit dem Urteil nicht abfinden will und Revision gegen das Urteil einlegt.

Innerhalb der letzten vier Monate hatte die Strafkammer rund 50 Zeugen vernommen. Gibt der Bundesgerichtshof der Revision statt, so ist es möglich, dass der ganze Prozess wiederholt werden muss.

 
 

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