Es war nur Zufall

Mrs. Greenbird, eine Kölner Band mit Sänger und Gitarrist Steffen Brückner aus Kamp-Lintfort, nimmt an der Musiktalentshow X Factor teil. Foto: Vox
Mrs. Greenbird, eine Kölner Band mit Sänger und Gitarrist Steffen Brückner aus Kamp-Lintfort, nimmt an der Musiktalentshow X Factor teil. Foto: Vox
Foto: NRZ
Steffen Brückner aus Kamp-Lintfort nimmt mit „Mrs. Greenbird“ an „X Factor“ teil.

Kamp-Lintfort/Köln.  Wie so vieles im Leben: Es war nur Zufall. Steffen Brückner, gebürtiger Kamp-Lintforter, war vor etlichen Monaten wie häufig an einem Samstag in seinem Wohnort Köln im Musicstore, einem Musikinstrumentegeschäft, Gitarrenkabel kaufen. Und dort stieß er auf einen Stand von „X Factor“, einer Musiktalentshow des Fernsehsenders Vox.

Neugierig geworden, setzte er sich mit dem Team in Verbindung. „Dabei hatte ich gar nicht vor mitzumachen.“ Dennoch ließ der 36-Jährige sich Unterlagen zeigen. „Die Castingvereinbarungen lasen sich ganz anständig.“ Eigentlich sollte er singen. Aber seine Freundin Sarah Nücken, mit der er das Duo „Mrs. Greenbird“ bildet, die „singt einfach besser“. Und sie war einverstanden mit dem Casting. Der Rest ging schnell: „Ich habe Sarah und meine Gitarre geholt, wir haben zwei Lieder gesungen und waren dabei.“ So schnell kann’s gehen im Showgeschäft.

Schnelle Eingreiftruppe

„Singersongwritercountryfolkpop: Das ist unsere Zusammenfassung unserer Musik.“ Das Auftreten als Duo benötige „keinen großen Vorlauf – wir sind so etwas wie eine schnelle Eingreiftruppe“. Gespielt wird „überwiegend eigenes Zeug von meiner Freundin“. Die 28-Jährige sei beeinflusst durch Sängerinnen von Joni Mitchell über Regina Spektor bis Ingrid Michaelson. „Ich bin nur der musikalische Aufhübscher mit meiner Gitarre und ein bisschen Gesang“, stuft Brückner seine Rolle ein.

Kennengelernt haben die Beiden sich über die Musik. „Die macht das Anbaggern einfacher“, räumt Brückner ein. Als Mrs. Greenbird gaben sie Gigs in Kneipen, spielten auf Hochzeiten, traten im Vorprogramm von Tim Robbins auf. „Das gab uns die Gelegenheit, mit eigenen Sachen an den Start zu gehen.“

Beide sind berufstätig, Nücken als Sozialpädagogin im Bereich Behindertenpolitik, Brückner ist selbstständig und entwickelt Konzepte für Promotionagenturen, macht Soundtracks und Imagefilme. Hauptberuflich Musik zu machen, das sei zu unsicher – noch. „Wir müssen mal gucken, wie sich das entwickelt, was sich jetzt ergibt. Aber wir spielen schon viel.“

Vor Publikum

Das erste Mal nicht nur vor Kameras, sondern auch vor einem großen Publikum aufzutreten, sei schon sehr aufregend gewesen. „Eigentlich hasst Sarah solche Wettbewerbssituationen. Aber wenn man erst einmal drin ist, macht das echt Laune. Doch was im Fernsehen vielleicht einfach aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit.“

Die Erwartungen von Mrs. Greenbird waren nicht groß vor dem ersten Auftritt. „Unsere Musik polarisiert. Aber das war uns egal. Dennoch haben wir eine unglaublich positive Resonanz bekommen. Und das ermutigt uns, vielleicht doch in die Richtung Musik weiterzudenken.“

Mit dem Niederrhein ist Brückner immer noch verbunden. „Meine Familie lebt zu einem kleinen Teil in Kamp-Lintfort, zum größeren Teil in Issum. Dort ist er auch groß geworden. „Ich bin Niederrheiner durch und durch!“

TV

Die Musikshow X Factor beginnt am Samstag,25. August, um 20.15 Uhr bei RTL. Dabei treten auch Mrs. Greenbird auf. Danach ist die Show ab dem 26. August immer sonntags auf Vox zu sehen.

 
 

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