Ein „mangelhaft“ wird beseitigt

Die Ringstraße wird umgebaut und auch radfahrtauglicher gemacht.
Die Ringstraße wird umgebaut und auch radfahrtauglicher gemacht.
Foto: Ulla Michels

Kamp-Lintfort.  Das Problem ist altbekannt: Bereits im Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2001 wurde die Situation des Radverkehrs auf der Ringstraße als „mangelhaft“ eingestuft: Es gab an der Stelle einfach keine vernünftige Möglichkeit, Rad zu fahren – man musste die Straße benutzen.

Jetzt wird das „mangelhaft“ beseitigt. Seit Anfang des Monats ist die Ringstraße in Arbeit. Und unter anderem soll ein Radfahrschutzstreifen auf der Fahrbahn markiert werden. „Das wird die Fortsetzung der Radwegeführung in dem Bereich“, erläutert Thomas Witt, stellvertretender Leiter des Tiefbauamts und zuständig für das entsprechende Sachgebiet. „Dort war vorher eine Lücke.“ Und eine solche Lücke macht sich natürlich schlecht auf dem Ring um die Innenstadt herum.

Gerade wegen dieser Bedeutung der Ringstraße für den um die City herum fließenden Verkehr ist sie auch entsprechend dimensioniert: Mit bis zu zwölf Metern ist der Straßenraum sehr breit. Das führt auch zu Problemen für die Menschen, die die Straße zu Fuß überqueren möchten.

Und mit der Eröffnung des neuen Hochschulcampus hat die Zahl der Fußgänger, die zur zentralen Bushaltestelle an der Kolkschenstraße wollen oder von dort her kommen, erheblich zugenommen. Hinzu kommt die Ansiedlung des EK 3 auf dem Gelände der früheren drei Weißen Riesen und die Erweiterung des Geschäftsbereichs auf dem ABC-Gelände.

„Die Ringstraße wird seitenweise erneuert“, so Witt. Es gibt neue Bordsteinanlagen, neue Gehwege, das Areal wird barrierefrei und die teilweise sanierungsbedürftige Fahrbahn wird auch auf den neuesten Stand gebracht. Zusätzlich gibt es auch eine richtige Querungshilfe statt der bisher nur provisorisch dort vorhandenen – mit Hilfe einer auf der Mitte der Straße gebauten Mittelinsel soll das Überqueren der Fahrbahn leichter gemacht werden.

Die Maßnahme wird zu großen Teilen im Rahmen des Stadtumbaus West bezuschusst und im August beendet sein. Bis dahin müssen sich Auto-, Radfahrer und Fußgänger noch gedulden.

 
 

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