Die Stadt muss keine Häuser bauen

Neukirchen-Vluyn.  Die CDU fühlt sich – im ironischen Sinne – endlich von ihrem politischen Mitbewerber verstanden. Mit Blick auf deren Äußerungen zur Polizeiwache reagieren die Christdemokraten mit – Verwunderung. Die CDU habe bereits im Mai in einem Schreiben an Landrat Ansgar Müller die Forderung geäußert, den Bau der Polizeiwache voranzutreiben und den Stillstand von Kreis und Land aufzubrechen.

„Wir freuen uns, dass endlich erkannt wird, dass es im Kreis und im Land nur sehr schleppend vorangeht“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Markus Nacke. „Verwundert sind wir jedoch über angeblich mangelnden Einsatz der Verwaltung. Die Politik ist von der Verwaltung laufend über den Sachstand informiert worden.“ Und die CDU bricht für Harald Lenßen eine Lanze: Der Bürgermeister stehe im regelmäßigen Austausch mit dem zuständigen Mitarbeiter beim Kreis, heißt es. Selbst der Landrat benenne in seinem Antwortschreiben vom 7. Juni den Einsatz Lenßens.

Dazu jetzt noch eine Projektgruppe in Neukirchen-Vluyn einzurichten sei falsch, sinnlos und gar kontraproduktiv. Wenn überhaupt, müsse derartiges vom Landesbetrieb oder vom Kreis erfolgen. Dort werde ein Investor mit der Suche und der Bau des Gebäudes beauftragt. Die Intention des SPD-Antrages habe keine Grundlage und laufe komplett ins Leere. „Warum suggeriert Genosse Gottke hier bewusst einen falschen Eindruck?“, fragt Nacke. Den Vorschlag, die Stadt soll als Investor einspringen, bezeichnet er als abwegig.

Es gehöre nicht zu den Aufgaben einer Stadt Häuser zu bauen oder als Makler aufzutreten. Nacke: „Die bringen es fertig und fordern noch die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft.“

 
 

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