Die Einsamkeit der Älteren in Neukirchen-Vluyn lindern

Jahresabschluss beim VdK  Neukirchen-Vluyn: Das Programm im Klingerhuf hat viele Fans gefunden, hier spielt die Gitarrengruppe Rheurdt.
Jahresabschluss beim VdK Neukirchen-Vluyn: Das Programm im Klingerhuf hat viele Fans gefunden, hier spielt die Gitarrengruppe Rheurdt.
Foto: Ulla Michels
  • Der Sozialverband VdK hat in Neukirchen-Vluyn weit über 500 Mitglieder
  • Für den Vorsitzenden Klaus Köpp steht die Hilfe für andere im Vordergrund
  • Bei der Adventsfeier wurde nicht nur Pascal (19) Schulte-Schrepping geehrt

Neukirchen-Vluyn..  Im festlichen Rahmen des weihnachtlich geschmückten Saals im Klingerhuf fand am Sonntagabend die Jahresabschlussfeier des Sozialverbandes VdK Neukirchen-Vluyn statt.

Nach den Grußworten des VdK -Kreisverbandes, verschiedener benachbarter Ortsvereine und von Vertretern der politischen Parteien ergriff auch Neukirchen-Vluyns stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Wilps das Wort: „Ich kann zwar nicht so gut reimen wie mein Kollege Kurt Best, dennoch will ich Ihnen sagen, wie toll ich diese Veranstaltung und die Arbeit des VdK finde“, erklärte sie unter dem Beifall des Gäste.

Besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Danach gab Schatzmeisterin Maria Otto ganz schnell den Griff zum auf den Tischen drapierten Kaffee und Kuchen frei. Für die musikalische Untermalung sorgten neben Siggi Brandenburger am Keyboard die Gitarrengruppe Rheurdt. Das sind 20 junge Frauen, die unter Leitung von Claudia Paeßens mit rührenden Liedern eine besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit boten.

„Unser Hauptanliegen ist, außer der Hilfestellung im sozialen Bereich, das Miteinander zu pflegen und die Einsamkeit vieler älterer Menschen zu lindern“, betont VdK-Vorsitzender Klaus Köpp, dessen Ortsverband immerhin rund 540 Mitglieder zählt. Das Angebot von Kaffeenachmittagen oder Tagesausflügen werde denn auch gerne wahrgenommen.

Im Ehrenamt werden auch schon ‘mal bis nachts die Weihnachtstüten gepackt

Womit natürlich sehr viel Arbeit, vor allem für den Vorstand, verbunden sei und das „alles ehrenamtlich“, versicherte Köpp. „Ich habe gestern bis zwei Uhr nachts Tüten gepackt“, gibt Maria Otto dafür nur ein Beispiel. Immerhin könne sich der Verband, so die Kassenwartin, in diesem Jahr über besonders viele Spenden freuen.


Erika Pietruschinski (91) als älteste Teilnehmerin geehrt

Mit kleinen Präsenten wurden anschließend die jüngsten und die ältesten Besucher im Saal geehrt: Dies waren einmal die Geschwister Pascal (19 Jahre) und Nadine (23 Jahre) Schulte-Schrepping, zum anderen Erika Pietruschinski (91 Jahre) und Lutz Schneider (85 Jahre), beides langjährige Mitglieder im Ortsverband. „Nimm Dir Zeit, geh‘ am Leben nicht vorbei!“ mahnte passend die Gitarrengruppe aus Rheurdt.

„Wir halten es für sehr gut, was der Verband für relativ wenig Geld alles auf die Beine stellt“, fühlten sich auch zwei ältere Besucherinnen beim VdK bestens aufgehoben. Mit gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern und einer Tombola ging nach drei Stunden im Klingerhuf für über 100 Mitglieder und Gäste ein schöner, geselliger Adventsnachmittag zu Ende.

Der Sozialverband VdK wurde vor 68 Jahren gegründet, um nach dem Ende des 2. Weltkriegs für die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen einzutreten.


Schon bald danach öffnete er sich auch für andere gesellschaftliche Gruppen, um in Bund, Ländern und Gemeinden in Deutschland für mehr soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.


Der VdK ist ein gemeinnütziger Verband, der seine Arbeit über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Er ist politisch und weltanschaulich ungebunden.


Allein der Landesverband NRW zählt in 43 Kreis- und rund 800 Ortsverbänden über 310 000 Mitglieder.

 
 

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