Das neue Zuhause des Festivals

Ein wichtiges Projekt hat viele Väter (und Mütter): Guido Lohmann vom Kuratorium, Siegmund Ehrmann (SPD-MdB), SPD-MdL Ibrahim Yetim, Reiner Michalke, Carmen Weist (Aufsichtsrat Kultur-GmbH), Ulrich Greb (Kultur-GmbH), Beigeordneter Hans-Gerd Rötters, Norbert Engels (Land), Architekt Bodo Marciniak.
Ein wichtiges Projekt hat viele Väter (und Mütter): Guido Lohmann vom Kuratorium, Siegmund Ehrmann (SPD-MdB), SPD-MdL Ibrahim Yetim, Reiner Michalke, Carmen Weist (Aufsichtsrat Kultur-GmbH), Ulrich Greb (Kultur-GmbH), Beigeordneter Hans-Gerd Rötters, Norbert Engels (Land), Architekt Bodo Marciniak.
Foto: Waz FotoPool

Moers..  Im Mai oder Juni soll es losgehen mit dem Umbau der ehemaligen Tennishalle am Solimare zur Festivalhalle. In drei Varianten soll sie dann nutzbar sein: für 300 bis 400 Zuschauer, für 1200 und für 2000. Dazu gibt es eine feste, aufsteigende Tribüne, das Parkett davor wird frei bestuhlt, die Bühne ist mobil, so dass sie auch näher an die Tribüne herangerückt werden kann. Sechs bis neun Monate Bauzeit. Sprinkleranlage, Wärme- und Schallschutz wird zeitgemäß sein, an der Akustik wird gearbeitet. „Alles andere bleibt“, fasste Architekt Bodo Marciniak, der auch das Kölner E-Werk seinerzeit zur Kulturstätte umgebaut hat, die Fakten zusammen – mit einem Seitenblick auf den zweifelhaften Charme des Zweckbaus. „Die Kosten werden im kalkulierten Rahmen bleiben, dafür stehen wir mit unseren anderen Projekten“, versicherte der Architekt. Das also wird das neue Zuhause des Moers Festivals.

„Ohne diese Konzertstätte und die entsprechenden Zuschüsse vom Land – das müssen wir uns immer vor Augen halten – gäbe es kein Moers Festival 2014“, erinnerte der Beigeordnete Hans-Gerd Rötters, voll des Lobes über die „zielorientierte und verbindliche Zusammenarbeit“ mit den Stellen im Ministerium, denen der Erhalt des Pfingst-Events in Moers lieb und auch teuer war. Deshalb will Reiner Michalke als künstlerischer Leiter des Festival beim Umzug auch nicht von einer Operation am offenen Festival-Herzen sprechen, sondern von einer „Weiterentwicklung“: „Das Zelt war immer eine Zwischenlösung. Zum ersten Mal hat das Festival Zukunft.“ Carmen Weist, Aufsichtsratsvorsitzende der Kultur-GmbH spricht gar von „Genesung“.

Wenn nun die Camper ohne Eintrittskarte und die lange Marktmeile getrennt werden vom Festival-Ereignis, so löse man nur ein „15 Jahre altes Missverständnis“ auf, so Michalke. Festivalbesucher und bestimmte Camper-Gruppen seien zwei komplett unterschiedliche Interessengruppen. Wobei sich Michalke und auch die Moerser Kultur-GmbH nicht grundsätzlich sperren werden, wenn wieder etwas dazuwächst. Aber es wird eben anders sein. Zumal die Festivalbesucher 2014 sich auf einem eingezäunten Gelände befinden werden: „Wir brauchen den Platz draußen einfach für die Pausen. Wir haben kein Foyer für 2000 Leute“, erklärt Michalke.

Zu einer angeblichen „Konkurrenzsituation“ der Festivalhalle zum Enni-Sportpark entgegnete Hans-Gerd Rötters: „Der Sportpark hat eine andere Ausrichtung. Montags bis freitags ist die Stadt Moers Hauptmieter, da geht nichts mit Veranstaltungen, an den Wochenenden haben MSC oder auch Sport allgemein den Vorrang. Andere Veranstaltungen werden mit der Kultur-GmbH abgesprochen.“

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