Das Moerser Brauhaus ist wieder da

Thomas Wittenschläger
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Moers. Drei Freunde haben die Gaststätte an der Rheinberger Straße umgebaut und neu eröffnet. Es gibt eigenes Helles und Dunkles sowie auf der Karte lecker Deftiges.

Fünf Jahre lang stand das Moerser Brauhaus leer. Jetzt hat die Gaststätte an der Rheinberger Straße in Eick-Ost wieder geöffnet. Drei Männer aus Duisburg und Neuss setzen die Hausbrauerei-Tradition fort.

Geschäftsführer Thomas Kawczynski, Service-Leiter Jörg Büchel und Küchenchef Andrej Schilenberg haben in den vergangenen Monaten die ehemalige Unternehmer-Villa renoviert. Die Räume sind hell, die Theke ist ebenso neu wie der Kamin. Im großen Gastraum finden rund 160 Besucher Platz, auf der Empore befindet sich ein teilweise offener Gesellschaftsraum für 50 bis 60 Personen. Hinzu kommt der Biergarten mit 32 Plätzen.

Eine Gaststätte wieder in Gang zu bringen, die fünf Jahre geschlossen war – „ja“, räumt Jörg Büchel, „wir benötigen sicher auch ein wenig Gottvertrauen, dass es klappt.“ Aber das Trio ist – teilweise gemeinsam – schon seit Jahren in der Gastronomie tätig. „Wir haben uns Objekte in Düsseldorf, Neuss und Moers angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir unser Konzept an dieser Stelle mit dieser Gaststätte am besten umsetzen können“, erklärt Büchel. „Wir stellen eine Mischung aus Düsseldorfer und Bayerischem Brauhaus auf die Beine.“ Zünftig soll es sein und niveauvoll – was auch fürs Essen gilt: „Wir machen alles selbst“, verspricht Büchel, „Fertigprodukte werden sie in unserer Küche nicht finden. Das Fleisch kommt aus der Region.“ Dafür sei das Essen eben ein wenig teurer. Die Karte ist vor allem deftig: Es gibt Grillhaxe, Sülze, Leberkäse, Serviettenknödel, Rumpsteak, Schmalzstullen und Gulasch.

Darüber hinaus serviert das Trio in 0,4-Liter-Gläsern seine eigene Biersorte. Moerser Helles und Dunkles wird in Duisburg extra für das Brauhaus in Eick produziert. Dort braut man auch selbst, aber: „Die Chargen, die wir hier herstellen können, sind für den Alltagsbetrieb zu klein. Wir werden hier Spezialbiere brauen“, kündigt Jörg Büchel an, „beispielsweise Mai-Bock oder Festbier zum Stadtfest.“