Broadway-Atmosphäre in Kamp-Lintfort

Stage Focus in der Stadthalle: In der Mitte der Bühne gab es diesmal einen begehbaren Turm
Stage Focus in der Stadthalle: In der Mitte der Bühne gab es diesmal einen begehbaren Turm
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
  • Der Kamp-Lintforter Verein Stage Focus begeistert in der Stadthalle
  • Diesmal ging es um Musicals mit Gruselfaktor
  • Alle Kostüme sind selbst gemacht

Kamp-Lintfort..  Was einmal aus der Not heraus geboren wurde, ist heute zu einem festen Bestandteil der Kulturszene geworden – die Musicalshows vom Kamp-Lintforter Verein Stage Focus. Das ist eine Truppe junger Leute, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Interesse junger Menschen an Gesang, Schauspiel, Tanz und Bühnenarbeit zu fördern. Am Wochenende lockten die 21 Darsteller das Publikum in die Welt der Musicals.

Unter dem Motto „Grusical meets Broadway 2“ stellte die Gruppe ein zweieinhalbstündiges Programm von schaurigen, bekannten Musicals und Broadway-Klassikern zusammen und führte es in der Stadthalle auf. „Unser Programm ist an eine Show aus dem Jahr 2013 angelehnt, als wir schon ‘mal Broadwaystücke spielten“, erklärte Pressesprecherin Nici Glasmacher, die auch selbst im Ensemble ist und einige Soli gesungen hat.

Vor der Premiere wurden letzte Handgriffe an den Kostümen gemacht, die Sänger mit Mikrofonen verkabelt. Nici Glasmacher ist nicht mehr allzu nervös. Für sie ist es bereits die neunte Show. Trotzdem ist es auch für sie ein besonderes Gefühl, auf die Bühne zu gehen und die ersten Töne zu singen. „Wenn wir in der Stadthalle proben, sind die Reihen leer. Es ist ein toller Moment, nun vor Publikum zu spielen und ein direktes Feedback zu bekommen.“ Für fünf Mitglieder war es sogar der erste Auftritt.

Vor jedem Musical gab es am Wochenende eine kurze Einführung über die Handlung, damit man die Geschichte, die sich auf der Bühne abspielte, besser verstehen konnte. Los ging es dann mit drei Stücken aus dem Musical Tanz der Vampire. Danach folgten Ausschnitte unter anderem aus Arielle, Wicked und Elisabeth.

Neu war in diesem Jahr der Bühnenaufbau. In der Mitte der Bühne gab es einen begehbaren Turm, von dem ebenfalls viel gesungen und geschauspielert wurde. Auch der Bereich, in dem das Publikum saß, wurde mit eingezogen, als Jonathan Peller alias Rocky zu seinem Wettkampf auf der Bühne einzog.

21 aktive Mitglieder im Alter von 16 bis 46 Jahren standen auf der Bühne, alle ehrenamtlich. Nach der Pause ging es mit dem Musical „Phantom der Oper“ weiter. Der Vorhang öffnete sich und fast alle Darsteller waren in pompösen Kostümen, passend zum Lied „Maskenball“ auf der Bühne. Die Kostüme werden von den Mitgliedern selbst gemacht. Ab April wurde für die beiden Shows am Wochenende geprobt.

Am Ende und nach einer Zugabe wurde die harte Arbeit des Ensembles mit viel Applaus und stehenden Ovationen belohnt.

 
 

EURE FAVORITEN