Bester selbst gemachter Karneval in Neukirchen-Vluyn

Auftritt "Live aus Verona".
Auftritt "Live aus Verona".
Foto: Christoph Karl Banski
Bei der kfd St. Antonius gab es zum Jubiläum eine muntere Sitzung in einer ausverkauften Kulturhalle. Das bunte Programm zog sich bis weit in den Abend hinein.

Neukirchen-Vluyn..  Da tanzte am Samstagabend doch glatt ein ganzer Dschungel auf der Bühne und quer durch die ausverkaufte Kulturhalle erklang es ein „Probiers mal mit Gemütlichkeit…“ und „The Lion sleeps tonight“. Als Elefanten, Bären, Zebras, Leoparden und Eingeborene begeisterten die Fünkchen, die Regimentskinder, die Regimentstöchter und die City Girls. Und die verkleideten Zuschauer verfolgten an langen Tischen die Tanzdarbietungen, applaudieren, und immer wieder erschallte „ein dreifaches Helau!“

Am Nelkensamstag war die Kulturhalle Tummelplatz für Närrinnen und Jecken. Zum 50-jährigen Jubiläum hatte sich der kfd St. Antonius etwas Besonderes einfallen lassen: eine große Karnevalssitzung. Pünktlich um 19.11 Uhr ging es los. An beiden Seiten der Bühne wiesen Verkehrsschilder mit Tempo 50 auf das Jubiläum hin.

Tanzeinlagen wechselten sich mit Sketchen ab. „Die Dschungelkids hatten am Freitag sage und schreibe acht Auftritte! Man merkt, die Session ist in vollem Gange. Wir hatten mit leichten Verlusten zu rechnen. Aber es sind immer noch genug da. Der letzte und größte Auftritt wird dann der Rosenmontagszug“, sagte der Vizepräsident der blau-weißen Funken, Dirk Halfmann.

Als es um eine Blinddarmentfernung ging, die ein Patient dank der x-ten Gesundheitsreform an sich selbst vornehmen müsse, waren die Gäste im Saal bester Stimmung. Natürlich helfe ein Handbuch dem aufgeregten Patienten und wenn etwas bei der Selbst-OP schief gehen sollte, gebe es ja immer noch das Tonband für den letzten Willen. Ärzte würden nur noch bei Gehirnoperationen eingesetzt, weil der Patient da schlechter sehen könnte. In dem Fall müsse er dann nur noch das Werkzeug anreichen.

Als nächstes legte die Jugendtanzabteilung New Generation der Vluyner Klompenfreunde auf der Bühne einen fetzigen Hip Hop hin. In grauen Jogginghosen und weißen oder schwarzen Tops zeigten sie, dass Heimatvereine nicht immer ganz traditionell sein müssen. Dem Publikum gefiel’s – es forderte eine Zugabe.

Auch die Sänger aus Verona bekamen Standing Ovations. „Wir hängen sowieso schon alle etwas in den Seilen, daher verzichten wir auf die Zugabe“, erklärten sie jedoch. Eine Patientin lernte später im Wartezimmer, dass es für alle Beschwerden den passenden Arzt gebe. So solle sie bei Problemen mit ihren Ohren einfach zum Ohrologen gehen. Bei einem steifen Genick helfe der Genickologe und bei schmerzenden Därmen der Därmoatologe. Das bunte Programm zog sich weit in den Abend.

Es gab Männerballett, Schwarzlicht und viele Sketche, wie es sich für eine jecke Sitzung gehört. Bester selbst gemachter Karneval.

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