Belebter Marktplatz bot Gelegenheiten zum Verweilen

Neukirchen-Vluyn..  Bei Kürbissuppe wurde fleißig diskutiert. Es ging um den „Markt der Zukunft“, der Ende September und Anfang Oktober im Neukirchener Dorf stattgefunden hatte. Das Fazit: Gute Vernetzung, gute Gespräche und vor allem ein belebter Marktplatz.

Bestehende Strukturen genutzt

Nicolas Beucker von der Hochschule Niederrhein freute sich, „dass man sich einfach einmal getraut hatte auszutesten, was machbar ist.“ Im Rahmen des Projekts „Spuren der Zukunft“ besuchte er mit Sozialraumdesignerin Ester van de Wiel und Projektdesigner Norbert Krause das Neukirchener Dorf. Was ausgetestet wurde? Angelehnt an bestehende Strukturen des Bauernmarkts, der jeden Donnerstag im Neukirchener Dorf stattfindet, war die Idee entstanden, diesen Markt auszuweiten. Und zwar orientiert an den Wünschen der Bürger.

„Es gab mehrere Leute, die Lust hatten, das auszuprobieren“, berichtet Beucker über den Verlauf des Projekts. Er nannte Akteure wie den Monterkampshof, der mit einer Saftpresse für Äpfel bereitstand, oder die Tuwas-Genossenschaft. „Ich sehe das auch sehr positiv – wir haben bestehende Strukturen unterstützt“, lautet das Fazit von Horst Manja von der Tuwas-Genossenschaft.

Regionale Produkte, das gemeinsame Schaffen und Konsumieren sollte im Vordergrund stehen. Mit diesem Angebot an rund 16 Ständen habe der Markt zum längeren Verweilen und miteinander Reden eingeladen, berichtet Nicolas Beucker. Ein Kontakt auf Augenhöhe – etwa zwischen Produzenten und Konsumenten – konnte entstehen.

Die Stadt Neukirchen-Vluyn nahm gemeinsam mit den Kommunen Venlo, Krefeld und Kamp-Lintfort an dem Projekt teil, das sich mit Entwicklungsperspektiven von Innenstädten beschäftig. Das Neukirchener Dorf befindet sich aktuell in einer Umbruchsphase: Baumaßnahmen haben begonnen, Bürger sollen in Planungen miteinbezogen werden.

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