Beim virtuellen Stadtbummel Geschäfte in Moers besuchen

So sieht das aus, wenn Noel Schäfer mit einer Spezialkamera fotografiert und mehrere Bilder aneinanderreiht. Den virtuellen Stadtrundgang können Nutzer jetzt machen und dabei Geschäfte besuchen.
So sieht das aus, wenn Noel Schäfer mit einer Spezialkamera fotografiert und mehrere Bilder aneinanderreiht. Den virtuellen Stadtrundgang können Nutzer jetzt machen und dabei Geschäfte besuchen.
Foto: Noel Schäfer/telepano
  • Das Moers Marketing bietet einen technisch hochwertigen Stadtrundgang im Netz an
  • Auch Geschäfte können besucht werden
  • Ein Online-Shop ist in Vorbereitung

Moers.. Wer einen Einkaufsbummel durch die Moerser Innenstadt machen möchte, kann das jetzt auch im Internet tun. Das Besondere: Beim virtuellen Rundgang können Nutzer auch einzelne Geschäfte besuchen. Das Konzept stellte Michael Birr vom Moers Marketing am Freitag vor.

Wer es selbst ausprobieren möchte: Auf www.moers-stadtportal.de gibt es einen Link, die Internet-Adresse www.360moers.de führt direkt zum Angebot, das der Moerser Noel Schäfer mit seiner Firma telepano für das Moers Marketing entwickelt hat. Wer beim virtuellen Stadtrundgang durch die Innenstadt an einem Geschäft einen orangefarbenen Punkt entdeckt, kann per Klick ins Innere des Geschäfts gelangen und sich die Auslagen anschauen.

„Wir haben die 360-Grad-Ansicht mit einer Spezialkamera aufgenommen und mehrere Bilder aneinandergelegt“, sagte telepano-Geschäftsführer Noel Schäfer am Freitag bei der Präsentation im Café Lyzeum. Herausgekommen ist ein technisch hochwertiges Angebot, bei dem der Nutzer bei Bedarf auch zoomen kann. So wird selbst Regalware gut erkennbar.

Fünf Geschäfte haben diesen Rundgang durch ihr Geschäft bereits einrichten lassen. Ohne weitere Werbung haben sich in den vergangenen 30 Tagen bereits 375 Nutzer in der Moerser Innenstadt umgesehen, 7800 Seitenaufrufe sind dabei entstanden, wie Michael Birr am Freitag berichtete.

Touristischer Effekt

„Wir bieten aber nicht nur den Besuch der Geschäfte an, sondern wollen auch Sehenswürdigkeiten aufnehmen. Das Schloss mit dem Grafschafter Museum gehört zum Beispiel ganz sicher auch in das Angebot“, so Birr. Für ihn hat der virtuelle Stadtrundgang auch einen touristischen Effekt: „Wer Moers noch nicht kennt, kann sich so in der Innenstadt umsehen. Viele Besucher, die einmal hier waren, schwärmen davon.“

Noch eine Zahl: 200 000 unterschiedliche Besucher habe die Stadtportal-Seite 2015 gehabt, auf der jetzt eben auch der Link zum neuen Angebot ist. So erhofft sich Birr eine erhebliche Breitenwirkung und letztlich auch Imagepflege für die Stadt.

Wer sein Geschäft beim virtuellen Stadtrundgang für Nutzer öffnen möchte, zahlt 180 Euro pro Raum und eine Werbekostenpauschale von 30 Euro; darin sind zum Beispiel Sticker oder Kleinigkeiten für die Teilnahme an Aktionen wie Heimat Shopping enthalten. Wer zusätzlich mit seinem Geschäftsrundgang im Stadtportal auffindbar sein möchte, zahlt noch einmal 9,90 Euro.

Michael Birr denkt schon weiter: Spätestens im nächsten Jahr soll damit begonnen werden, einen Online-Shop in das Angebot einzubinden. Der Shop soll mit Hilfe des Vermarkters Crossmedia Produktion Hennef zum Beispiel bei Suchmaschinen weit oben auftauchen. Birrs Ziel: „In fünf Jahren sollen 60 Prozent des Moerser Angebots im Netz bestellbar sein.“

 
 

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