Bei der Zukunft der Nau-Bauten ein Wörtchen mitreden

Wenn es um die Zukunft der Nau-Bauten geht, will die Politik ein Wörtchen mitreden.
Wenn es um die Zukunft der Nau-Bauten geht, will die Politik ein Wörtchen mitreden.
Foto: FUNKE Foto Services
Ausschuss beschließt mehrheitlich SPD-Antrag, der die Handlungsfähigkeit gegenüber dem Eigentümer verbessern soll.

Neukirchen-Vluyn..  Die Stadt soll mehr Handlungsfähigkeit gegenüber dem neuen Eigentümer der Nau-Bauten am Vluyner Nordring und am Kiefernweg bekommen und bei der künftigen Entwicklung der Gebiete mitreden können. Dies steckt hinter einem Antrag der SPD, der am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss des Rates verabschiedet wurde. Mit den Sozialdemokraten stimmten Grüne und NV Auf geht’s, dagegen CDU und Piraten.

SPD-Fraktionschef Jochen Gottke begründete den Vorstoß damit, dass man den Eigentümer Sebastian Olbrich an den Tisch bekommen wolle, da am Vluyner Nordring und am Kiefernweg mehr passieren müsse, als eine bloße Modernisierung der bestehenden Gebäude: „Wir wollen dort eine gute städtebauliche Entwicklung, eine Aufwertung.“ Für beide Bereiche wurde deshalb die Aufstellung von Bebauungsplänen beschlossen. Die Verwaltung soll außerdem für deren Entwicklung alternative Planungsmethoden vorstellen. Denkbar seien ein städtebaulicher Ideenwettbewerb, Workshops oder Zukunftswerkstätten.

Offenbar führten zwei Änderungen gegenüber dem Ursprungsantrag dazu, dass sich die SPD die Zustimmung der Grünen – und damit die Mehrheit – sichern konnte. Danach soll der neue Eigentümer über diese Absichten nicht mehr nur informiert werden. Man will ihn auch am Planungsprozess beteiligen. Darüber hinaus wird die Veränderungssperre zwar erwähnt, aber noch nicht vorbereitet – was dem Eigentümer schlicht signalisieren soll, dass die Stadt nicht wehrlos wäre, würde man ihre Interessen komplett ignorieren. Im Vordergrund stehe für die Grünen die Entwicklung eines „nachhaltigen Gesamtkonzeptes“, erklärte ihr Fraktionsvorsitzender Christian Esser.

Wie wirkungsvoll der Beschluss am Ende ist, muss sich erweisen. Sebastian Olbrich hat immerhin Baurecht und damit eine Menge Handlungsfreiheit. Andererseits sagte auch der neue Technische Beigeordnete, Ulrich Geilmann, dass der Beschluss der Verwaltung größere Handlungsfähigkeit gebe und „aus planerischer Sicht positiv“ sei. Er warnte allerdings davor, vom Eigentümer beispielsweise den drastischen Rückbau von Teilen der Häuser zu verlangen: „Dies könnte zu Schadensersatzansprüchen gegen die Stadt führen.“

 
 

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