Ausverkaufte Stadthalle in Kamp-Lintfort

Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Die Gruppe Stage Focus war am Freitag in der ausverkauften Stadthalle zu Gast. Die Künstler boten eine tolle Mischung aus verschiedenen Musicals.

Kamp-Lintfort..  Standing Ovations und viel Applaus – das hatten sich die Darsteller von Stage Focus mit ihrem Musical Mix redlich verdient. Sie hatten es wieder geschafft. Nach rund 180 Stunden Proben haben sie auch in diesem Jahr wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte. Stage Focus, das ist eine Truppe junger Leute, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Interesse junger Menschen an Gesang, Schauspiel, Tanz und der Bühnenarbeit zu fördern.

Die Darsteller nahmen den Zuschauer am Wochenende mit auf eine Reise durch die Musicalwelt. Und das ging so: Der Vorhang der ausverkauften Stadthalle öffnete sich. „Schütz die Show“ aus dem Musical Sister Act erklang. Gut gewählt, denn das Gebet konnte in diesem Fall auf die gesamte Musicalshow bezogen werden. Das Bühnenbild war schlicht gehalten, ein schwarzer Vorhang, bunte Scheinwerfer.

Stage Focus arbeiteten überhaupt viel mit Lichteffekten. Nach zwei weiteren Songs ging es ins winterliche Russland zur letzten überlebenden Zarentochter Anastasia. Scheinwerfer warfen Schneeflocken an die Wände der Stadthalle und versetzten die Zuschauer so in eine andere Zeit.

Auf dem Marktplatz Sankt Petersburgs begegneten sie vielen, warm angezogenen Russen, die mit Dingen aus dem Zarenpalast handeln. Dann betrat Anika Blondin als Anastasia die Bühne zum ersten Solo und sang verträumt das Lied „Reise durch die Zeit“. Es folgten weitere Songs aus „Jesus Christ Superstar“, „Der Schuh des Manitu“ mit bayrischem Dialekt, „Frühlingserwachen“ und „Tanz der Vampire.“

Nach der Pause ging es weiter mit Tarzan und einer Begegnung des Dschungelmenschen mit Jane im gelben Kleid. Inga Herder und Jan Peter Müller begeisterten mit einem einfühlsamen Duett. Das Lied „The winner takes it all“, aus Mamma Mia eindrucksvoll gesungen von Nici Glasmacher, erhielt besonders viel Applaus. ‘Das’ Solo des Abends sang Michael Mrosek mit einer Interpretation des Phantoms der Oper „So sehr fehlt mir dein Gesang“. Die Musicalblöcke wurden immer wieder von kurzen Showeinlagen unterbrochen, in denen die Musicaldarsteller humorvoll von Castings und nicht erhaltenen Rollen erzählten.

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Franziska Polten ist eine wunderbare Show entstanden. Matthias Knaab hatte die musikalische Leitung. Die Showteilnehmer tragen ihren Verein sowie die Kosten für eine Musicalshow selbst. Es ist für sie eine Herzensangelegenheit. Bisher erhalten sie kein Sponsoring. Eine Show trägt sich bei ausverkauftem Haus allein durch die Einnahmen.

Eine Zugabe rundete den gelungenen Musicalabend ab.

 
 

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